Eine Ärztin hält ein Stethoskop in den Händen.
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Ein Arzt praktizierte trotz Corona-Symptomen weiter - jetzt droht ihm juristischer Ärger.

Schwere Vorwürfe gegen Mediziner

Arzt praktizierte trotz Corona-Symptomen weiter: 275 Menschen in Quarantäne - Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Ein Coronavirus-Ausbruch im Landkreis Deggendorf könnte auf einen Arzt zurückgehen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Mediziner.

  • Ein Coronavirus-Ausbruch könnte auf einen Arzt im Landkreis Deggendorf zurückgehen.
  • Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
  • Es bestehe unter anderem der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung und das Freisetzen von Giften.

Deggendorf - Ein Coronavirus*-Ausbruch im niederbayerischen Landkreis Deggendorf könnte auf einen Arzt zurückgehen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn.

Coronavirus in Bayern: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deggendorfer Arzt

Es bestehe der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung und versuchte schwere Gefährdung durch das Freisetzen von Giften, wie ein Sprecher der Behörde am Montag sagte. Gefährliche Erreger wie das Coronavirus könnten auch als Gift angesehen werden.

Der Arzt soll trotz Krankheitssymptomen* weiter behandelt haben und könnte für mehrere Corona-Neuinfektionen verantwortlich sein. Nach dem Ausbruch standen vergangene Woche zwischenzeitlich 275 Menschen unter Quarantäne. Fünf Kontaktpersonen des Mediziners waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nachdem ein vom Arzt veranlasster Test* ihn als positiv ausgewiesen habe, habe er nach Kenntnis des Landratsamts aber nicht mehr praktiziert, hieß es. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei seitdem nicht weiter gestiegen, sagte ein Sprecher des Landratsamts am Montag (21. September).

Deggendorfer Arzt praktiziert trotz Symptomen weiter: Fünf Personen positiv getestet - auch Schülerin infiziert

Zu den positiv getesteten Kontaktpersonen gehörte demnach auch eine Schülerin der Realschule Schöllnach. Die Mitschüler ihrer Klasse sowie Personen, die mit ihr im Bus gefahren sein könnten, wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt.

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