Verschärfungen für Ungeimpfte

Neue Corona-Regeln in Bayern: Söder schließt 2-G nicht aus - eine Übersicht

  • Franziska Konrad
    VonFranziska Konrad
    schließen

Tests, 2-G und Verschärfungen in der Schule: Nach der Ministerpräsidentenkonferenz äußerte sich Söder zu den neuen Corona-Regeln für Bayern. Eine Gruppe treffen die besonders.

München - Die Entscheidungen sind gefallen, ab Herbst gelten auch in Bayern neue Corona*-Regeln. Auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten stellte Markus Söder klar: Vor allem Ungeimpfte müssen sich im Freistaat auf Verschärfungen einstellen. Bei einem wichtigen Punkt wurde auf der Ministerpräsidentenkonferenz* (MPK) allerdings keine Antwort gefunden. Eine Regel-Übersicht.

Corona in Bayern: Test bald nicht mehr umsonst - Impfung bleibt freiwillig

Die Epidemische Lage wird bis auf Weiteres verlängert. Dieser Ausnahmezustand - mit beschränkten Maßnahmen - muss jedoch noch vom Bundestag bestätigt werden. Söder nannte diese Entscheidung sogar „den wichtigsten Beschluss der heutigen MPK“.

Die Corona-Impfung bleibt auch in Bayern weiter freiwillig. „Wir wissen, dass sich die Impfzahlen verbessern müssen, aber wir wollen keine Impfpflicht“, so Söder. Aber: Wer sich nicht impfen* lassen wolle, müsse auch ein Stück Verantwortung tragen.

Kostenlose Corona-Tests enden daher am 11. Oktober. Ausgenommen sind Personengruppen, die bislang kein Impfangebot bekommen haben, darunter zum Beispiel Schwangere. „Wenn man sich bewusst entscheidet, sich vom Corona-Schutz zu distanzieren, kann das nicht der Steuerzahler zahlen, das ist nicht fair“, erklärte Söder die Entscheidung.

Corona in Bayern: Söder schließt 2-G nicht aus - „Können uns Debatte nicht verstellen“

3-G-Pflicht (Geimpft-Genesen-Getestet) soll bald in Innenräumen kommen, etwa in der Innengastronomie, im Krankenhaus, beim Sport im Innenbereich und während des Aufenthalts in Hotels. Aber: Liegt die Inzidenz in einem Bundesland unter 35, kann diese Regel aufgehoben werden.

2-G-Pflicht (Geimpft-Genesen) schließt Markus Söder auch in Zukunft für Bayern nicht aus. „Wir werden uns einer Debatte über 2G auf Dauer nicht verstellen können“, prognostizierte der CSU-Chef. Die nun gefundene „3G-Lösung“, die negativ auf Corona Getestete mit Geimpften praktisch gleichstellt, werde vermutlich nicht das Ende der Diskussion sein, sagte Söder.

Neue Corona-Regeln für Schulen sollen ebenso kommen. So kündigte Söder etwa an, dass der Schülerausweis eine Art Testzertifikat werden soll, in dem Impfungen und Corona-Tests vermerkt werden. Abgesehen davon, gelten dann für zweifach geimpfte Schüler nicht mehr dieselben Quarantäneregeln wie für ihre ungeimpften Mitschüler.

Corona-Inzidenz: Söder gesteht - Keine Alternative gefunden

Neuer Corona-Übersichtswert anstatt Inzidenz* - in diesem Punkt fanden die Ministerpräsidenten vorerst keine Alternative. „Das ist die kniffligste Frage von allen, denn ohne Inzidenz geht es nicht. Aber wenn wir ganz ehrlich sind: Hier ist noch keine Glücksformel gefunden“, gestand Söder. „Da muss man noch dran arbeiten.“ 

Abstand halten und Maskenpflicht bleiben vorerst bis auf weiteres bestehen.

Einen Ratschlag gab Söder seinen Mitmenschen abschließend mit auf den Weg: „Impfen ist die leichteste Möglichkeit, seine Freiheit zurückzubekommen. Wer wirklich ein freiheitliebender Mensch ist, dem empfehle ich, sich das mit dem Impfen nochmal zu überlegen.“ 

Noch mehr Nachrichten aus Bayern lesen Sie hier. Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus dem Freistaat – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Bayern. (kof)

Rubriklistenbild: ©  Christian Mang/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare