Grenzkontrolle Deutschland - Österreich
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Kontrollen an der Grenze: Wegen der Corona-Pandemie gibt es strengere Regeln für den Grenzverkehr. (Symbolfoto).

Corona-Regeln im Grenzverkehr

Penible Kontrollen an deutsch-österreichischer Grenze - „Freizeitaktivitäten sind kein Grund für die Einreise“

  • Claudia Schuri
    vonClaudia Schuri
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Der Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich soll wegen der Corona-Pandemie so weit wie möglich reduziert werden. Für die Ein- oder Ausreise gibt es einige Regeln.

München – Kurz für einen Ausflug nach Österreich fahren oder zum Einkaufen nach Bayern über die Grenze: Darauf sollte in Corona*-Pandemie-Zeiten verzichtet werden. Für den Grenzverkehr gelten aktuell viele Einschränkungen – auch wenn es Ausnahmen gibt.

Wer nach Österreich einreist, der muss sich vorab registrieren und hat eine zehntägige Quarantänepflicht. Auf der österreichischen Seite der Grenze kontrollieren das Bundesheer und die Polizei. „Es ist natürlich viel weniger Verkehr als sonst“, sagt Johannes Mader, Kommandant der Polizeiinspektion Seefeld, in deren Zuständigkeitsbereich der Grenzübergang bei Scharnitz in Tirol gehört. Die Zahl der Einreisenden schwanke. „Täglich sind es ungefähr zwischen 750 und 1000 Fahrzeuge“, berichtet er.

Corona: Freizeitaktivitäten sind keine Gründe für Einreise nach Österreich

Doch nicht jeder darf nach Österreich. „Freizeitaktivitäten wie einkaufen, Ski fahren oder spazieren gehen sind keine Gründe für eine Einreise“, erklärt Sabine Reinthaler, Sprecherin der Landespolizeidirektion Tirol. „Die meisten wissen das auch. Nur Einzelfälle versuchen, aus solchen Gründen einzureisen.“ Sie verweist auf die Zahlen eines Beispieltags: Am vergangenen Freitag, 29. Januar, fanden zwischen 0 und 24 Uhr an den Grenzübergängen von Bayern nach Tirol 4256 Kontrollen auf der Straße und in der Bahn statt. „Es gab 47 Abweisungen“, berichtet Reinthaler.

Corona: Bei Verstößen wird das zuständige Gesundheitsamt verständigt

In Bayern wiederum kontrolliert die Bundespolizei stichprobenartig in Abstimmung mit den Landesbehörden. „Wir informieren die Reisenden über die Bestimmungen“, erklärt Sprecher Matthias Knott. „Wenn es Anhaltspunkte für Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmen gibt, melden wir es an die Gesundheitsämter weiter.“ Treten bei Grenzkontrollen an der bayerisch-österreichischen Grenze Probleme auf, werde je nach Situation vorgegangen. „Eine Einreiseverweigerung wird im Einzelfall geprüft“, sagt er. „Auch jemandem, der positiv auf Corona* getestet wurde, wird nicht grundsätzlich die Einreise verweigert.“ In diesem Fall werde aber sofort das Gesundheitsamt informiert, das weitere Maßnahmen trifft.

Video: Lockerungen im Ausland - Österreich und Italien heben Beschränkungen auf

Corona: Eine Reiseanmeldung ist auch in Deutschland Pflicht

Auch in Deutschland ist in der Regel eine Reiseanmeldung für die Einreise aus Risikoländern Pflicht. Ausnahmen gibt es zum Beispiel für Durchreisende oder bei Aufenthalten unter 24 Stunden. Eine Anmeldung soll bereits vorab erledigt werden: „Wer es noch nicht gemacht hat, muss eine Ersatzmitteilung vor Ort ausfüllen“, erklärt Knott. „Aber das wird in der Regel auch als Verstoß an die Gesundheitsämter gemeldet.“ Sein Wunsch: „Man sollte nur reisen, wenn es unbedingt nötig ist und sich vorher informieren, welche Vorgaben gerade gelten.“ *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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