Ein Kind zieht einen Schlitten.
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Am Wochenende zieht es viele Bayern in die Berge - trotz Corona-Lockdown. (Symbolbild)

Gefahr zu beachten

Trotz Corona-Lockdown wieder Ausflugsansturm am Wochenende? Expertin hat Tipp: „Man muss ja nicht immer ...“

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Als Ausgleich zum coronabedingten Homeoffice, Homeschooling und den Kontaktbeschränkungen zieht es viele Bayern in die Berge. Dort lauert aktuell jedoch eine Gefahr.

  • In Bayern gilt ein harter Corona-Lockdown.*
  • Viele Menschen zieht es am Wochenende in die Berge.
  • Doch es gibt Regeln zu beachten - und eine große Gefahr.

München - Die Corona*-Lage in Bayern bleibt angespannt. Als Ausgleich für Homeoffice, Homeschooling und Kontaktbeschränkungen zieht es viele Menschen im Freistaat am Wochenende ins Freie. Doch dabei gibt es Regeln zu beachten. Einen Überblick über die derzeit im Freistaat geltenden Regeln finden Sie hier.

In vielen Landkreisen herrscht die 15-Kilometer-Regel und erstmals in einigen auch das „Einreiseverbot“ für Ausflügler. Umso größeren Andrang von Erholungssuchenden erwarten daher andere Regionen. In den Bergen droht dabei aber nicht nur die Gefahr von Infektionen, sondern auch von Lawinen.

Corona in Bayern: 37 Landkreise und Städte überschreiten wichtigen Grenzwert

37 bayerische Landkreise und Städte überschreiten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts* (Stand Freitag) eine Sieben-Tage-Inzidenz* von 200. Die Bewohner dieser Gebiete dürfen sich deshalb nur 15 Kilometer von ihrer Gemeindegrenze wegbewegen. Das heißt im Klartext, dass ein Ausflug für die Menschen in ganzen Regionen derzeit nur in sehr überschaubarem Rahmen in Betracht kommt. Neben einzelnen „Inseln“ auf der Bayernkarte gehören dazu weite Teile Ostbayerns, Oberfrankens und ein langer Korridor, der sich von Nürnberg bis ins Unterallgäu zieht.

Doch auch diejenigen, die aktuell keinen Corona-Beschränkungen aufgrund ihres Wohnortes unterliegen, können nicht einfach überall hinfahren. Die niederbayerischen Landkreise Regen, Passau, Freyung-Grafenau und Deggendorf haben touristische Tagesreisen ebenso untersagt wie die oberbayerischen Landkreise Miesbach und Berchtesgadener Land. Vorm Losfahren sollte daher nicht nur das Navi programmiert, sondern auch die Zugehörigkeit des Zielorts überprüft werden.

Corona in Bayern: Ausflüge am Wochenende? „Wir hoffen, dass sich alle daran halten“

„Wir hoffen, dass sich alle daran halten. Damit rechnen muss man aber immer, dass das einer nicht mitgekriegt hat oder nicht verstanden hat oder ignoriert“, sagte ein Polizeisprecher der Inspektion Grafenau. Die Beamten wollen besonders die beliebten Langlauf- und Wanderziele kontrollieren, kündigten mit Blick auf die 15-Kilometer-Grenze aber ebenso wie andere Inspektionen an, bei Einheimischen „mit Fingerspitzengefühl ranzugehen und das nicht auf den Meter genau auszurechnen“.

Auch der Chef des Tourismusverbands Ostbayern, Michael Braun, rechnet nicht mit größeren Problemen. „Die Leute werden rausgehen, aber es wird sehr dezentral sein.“ Das wäre auch ein großer Wunsch seiner Kollegin Simone Zehnpfennig von der Allgäu GmbH. Sie rechnet - auch wegen der nun nicht mehr erreichbaren und bei Münchnern beliebten Ziele im Landkreis Miesbach - mit noch mehr Tagestouristen als sonst.

Ausflüge trotz Corona-Lockdown am Wochenende? Expertin hat Tipp für Ausflugsziele

„Man muss ja nicht immer Richtung Schloss Neuschwanstein, Oberstdorf oder Oberstaufen fahren. Das Allgäu hat ja noch viel mehr zu bieten“, schlägt Zehnpfennig vor. „Wandern und durch den Schnee stapfen kann man überall.“

Zu beachten ist allerdings, dass in weiten Teilen der bayerischen Alpen derzeit große Lawinengefahr herrscht. In den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen sowie in den Bayerischen Voralpen oberhalb von 1500 Metern besteht die zweithöchste Warnstufe. Auch am Wochenende bleibe die Situation angespannt, betonte der Lawinenwarndienst. Selbst auf den offiziell nicht geöffneten Pisten bräuchten Rodler oder Skitourengeher daher gute Lawinenkenntnisse.

Video: Weitere Schneefälle in Bayern: Große Lawinengefahr

Lawinengefahr in den bayerischen Alpen: Zahlreiche Wanderwege gesperrt

Mehrere Ausflugsorte sperrten bereits zahlreiche Wanderwege. So sind in Garmisch-Partenkirchen mindestens über das Wochenende sämtliche Berg- und Wanderwege gesperrt, in Oberstdorf im Allgäu dürfen Wanderer und Skitourengeher zahlreiche Routen ebenfalls nicht nutzen. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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