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Corona-Frühwarnsystem gestartet? Ungewöhnliche Untersuchung in sechs bayerischen Städten soll Klarheit bringen

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  • Veronika Arnold
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  • Lucas Sauter-Orengo
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Corona in Bayern: In sechs Städten im Freistaat laufen derzeit ungewöhnliche Untersuchungen. Womöglich kann durch die Proben ein Frühwarnsystem gestartet werden.

  • In Bayern haben sich bereits tausende Menschen an den Corona-Teststationen für Reiserückkehrer testen lassen (Update vom 2. August, 13.49 Uhr).
  • Für die Schüler in Bayern gelten zudem ab dem kommenden Schuljahr spezielle Maßnahmen (Update vom 31. Juli, 14.40 Uhr).
  • In sechs bayerischen Städten laufen aktuell besondere Untersuchungen zum Coronavirus.
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-Nachrichten aus Deutschland. Das Wichtigste zum Thema gibt es auch auf unserer Facebook-Seite Corona News.

Update vom 3. August, 11.56 Uhr: Die Technische Universität München sucht im Abwasser von sechs bayerischen Städten nach Spuren des Coronavirus. Auf diese Weise will das Team um Professor Jörg Drewes vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft eine Art Frühwarnsystem etablieren. Derzeit wird Wasser aus München, Erlangen, Augsburg, Starnberg, Freising und Weiden untersucht.

Die Proben stammen aus dem Zulauf von Kläranlagen und werden auf den genetischen Fingerabdruck des Virus geprüft, wie Drewes erklärte. Aus dem Vorkommen der Spuren zieht das Team vor allem qualitative Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen. Das Projekt läuft inzwischen seit drei Wochen mit wöchentlichen Probeentnahmen.

Coronavirus in Bayern: Ungewöhnliche Untersuchung in sechs Städten läuft - mögliches Frühwarnsystem?

Auch andernorts in Deutschland wollen Forscher mit Hilfe von Abwasserproben Rückschlüsse auf das aktuelle Infektionsgeschehen gewinnen. Solche Daten aus Kläranlagen könnten ein bundesweites Frühwarnsystem für regionale Ausbrüche ermöglichen.

Lässt sich Virus-Erbgut im Abwasser nachweisen, bedeutet das nicht zwingend lebende Viren: Infizierte scheiden vielfach abgetötete Viren aus - auch in solchen nicht infektiösen Bruchstücken lässt sich Erbgut nachweisen.

Testergebnisse aus Mamming komplett: Noch mehr Infektionen in weiterem Betrieb - dennoch Optimismus

Update vom 2. August, 14.47 Uhr: Nun liegen die Testergebnisse aus einem weiteren Betrieb in Mamming vor. Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in der niederbayerischen Gemeinde haben sich in einem weiteren Betrieb 43 Menschen angesteckt. „Diese und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) am Sonntag. Einen Tag zuvor waren in dem neu betroffenen Betrieb 27 Fälle bekannt geworden. Nach vollständiger Auswertung der Tests liege die Zahl der Corona-Fälle nun bei 43.

Corona-Ausbruch in weiterem Betrieb: Vermutung zu Ansteckungskette

Vermutlich hätten sich diese bei Mitarbeitern des Gemüsehofes angesteckt, wo es zuerst zu dem Ausbruch gekommen war. Über 200 Erntehelfer hatten sich in dem Gemüsehof mit dem Coronavirus infiziert. Drei Mitarbeiter befänden sich im Krankenhaus.

Die Tests von fast 4000 Saisonkräften und den Bauernfamilien an 24 weiteren Betrieben seien negativ. Unter den 5000 getesteten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Dingolfing-Landau seien ebenfalls keine Infizierten. „Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass das Virus trotz des Massenausbruchs auf den Betrieben in Mamming nicht in die Landkreisbevölkerung getragen wurde“, sagte Bumeder.

Fast 10.000 Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern

Update 2. August, 13.49 Uhr: Fast 10.000 Reisende haben sich an den bayerischen Teststationen an der Grenze zu Österreich und den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg auf das Coronavirus testen lassen. Den größten Andrang gab es mit mehr als 5000 Tests am Samstag, wie ein Sprecher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München am Sonntag auf Twitter mitteilte. Seit Donnerstag gibt es die drei Teststationen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg.

Das BRK betreibt diese zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen. Bis zu 13.000 Abstriche können die Mitarbeiter dort täglich machen. Auch an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen können sich Reiserückkehrer kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen.

Corona-Ausbruch in Mamming: Testergebnisse werden erwartet

Update vom 2. August, 12.29 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in zwei Betrieben im niederbayerischen Mamming will der Landkreis am Sonntag die Ergebnisse der Reihentests von allen Saisonarbeitskräften vorstellen. „Es werden gerade die allerletzten Tests ausgewertet“, sagte die Sprecherin des Landratsamtes Dingolfing-Landau, Bettina Huber. Anschließend will Landrat Werner Bumeder über das aktuelle Corona-Geschehen im Landkreis Dingolfing-Landau informieren.

Hiobs-Botschaft aus Mamming: Infektionen in weiterem Betrieb - Vermutung zu Ansteckungsketten

Update vom 2. August, 8.47 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind in einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte, wurden die Infizierten und deren Kontaktpersonen umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert. „Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben“, sagte Landrat Werner Bumeder laut der Mitteilung. In dem neu betroffenen Betrieb arbeiten etwa 600 Menschen.

Beim massiven Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming hatten sich mit Stand Freitagabend 232 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert. Fast genauso viele - 231 Erntehelfer - seien laut Landratsamt Dingolfing-Landau dagegen auch das zweite Mal negativ getestet worden. Bei dem Betrieb handelt es sich um einen großen Gemüsehof, der Erdbeeren, Gurken, Kohl und Rote Bete anbaut.

Seit Donnerstag werden alle Saisonarbeitskräfte im Landkreis auf das Coronavirus getestet. Die Ergebnisse von 25 von 26 Betrieben sind inzwischen ausgewertet. Bei den 23 weiteren Betrieben wurden keine Infektionen festgestellt. Mamming ist eine ländliche Gemeinde mit gut 3300 Einwohnern unweit von Dingolfing mit seinem großen BMW-Werk; Tests unter Anwohnern fielen derweil fast ausnahmslos negativ aus.

Coronavirus in Bayern: Positiver Test in Pflegeheim in Nürnberg 

Update vom 1. August, 21.57 Uhr: In einem Pflegeheim in Nürnberg wurde ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte die Stadt Nürnberg am Samstag mit. Nun stehen alle 135 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne. „Sowohl die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft als auch die des Pflegeheims werden zurzeit getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor“, schrieb die Stadt bei Twitter. 

Die Corona-Infektion sei bei einer Routineuntersuchung in dem Nürnberger Pflegeheim aufgefallen, teilte die Stadt mit. Der Angestellte werde derzeit in der Einrichtung isoliert.

Update vom 1. August, 19.38 Uhr: Die Corona-Krise hat vieles verändert - auch das Ausflugsverhalten. Weil viele Freizeit-Alternativen unmöglich sind, drängt es viele Menschen in die Berge. Am Samstag (1. August) war der Ansturm auf die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen riesig*. Viele Touristen stürmten ohne Ausrüstung zum Gipfel.

Nach Corona-Ausbruch in Mamming: Zahl der Infizierten steigt auf 232

Update vom 1. August, 10.08 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich die Zahl der infizierten Erntehelfer auf 232 erhöht. „Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen“, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Fast genauso viele - 231 Erntehelfer - seien dagegen auch das zweite Mal negativ getestet worden.

Tests unter Anwohnern ergaben demnach bislang nur einen Infizierten. „Bei mehreren tausend freiwilligen Testungen an den Teststationen gab es bislang nur einen einzigen positiven Fall, der unverzüglich informiert und in Quarantäne versetzt wurde.“

Das Landratsamt leitete am Freitagabend (31. Juli) nach eigenen Angaben „umgehend eine Trennung der nun positiv getesteten Saisonarbeitskräfte von den negativ Getesteten in die Wege“. Die Zahl der Infizierten sei „aufgrund der vielen Personen auf engstem Raum weiter angestiegen“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU). Laut ihm gehen von dem Betrieb für die Landkreisbevölkerung „dennoch kein Ansteckungsrisiko“ aus, da allen Erntehelfern sofort nach Bekanntwerden des Corona-Massenausbruchs strikte Quarantäne angeordnet wurde.

Corona in Bayern: Tausende Menschen lassen sich an Teststation für Reiserückkehrer untersuchen

Update, 15.59 Uhr: Tausende Menschen haben sich in Bayern an den Corona-Teststationen für Reiserückkehrer bereits auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen. Bis Freitagmorgen (Stand 8 Uhr) hätten sich 1734 Menschen an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an Raststätten entlang von grenznahen Autobahnen testen lassen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) lmit. Hinzu kämen mehr als 5100 Menschen seit dem vergangenen Wochenende an den Flughäfen München und Nürnberg. „Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen“, so Huml.

Auf Rastplätzen waren die Teststationen am Donnerstag (30. Juli) in Betrieb gegangen. Hier kommen Helfer in Schutzanzügen zu den Autos und machen einen Rachenabstrich. Am Flughafen Memmingen hat ein externer Betreiber ebenfalls am Donnerstag mit den Vorbereitungen für eine Teststation begonnen.

„Ich freue mich, dass damit nun auch Rückkehrer, die mit dem Auto und mit der Bahn reisen, unser freiwilliges Testangebot nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung“, sagte Huml. Die Tests sollen täglich betrieben werden, sind momentan freiwillig und für alle kostenlos. „Dabei spielt keine Rolle, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen oder aus einer anderen Region“, so Huml. Die Kosten übernehme der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen würden.

Wie lange die Auswertung der Tests dauert, hängt von den Laborkapazitäten ab. Für rund 4700 am Münchner Flughafen* getestete Menschen liege der Anteil an positiven Befunden bei 0,36 Prozent.

Drastische Maßnahme für das neue Schuljahr: Piazolo verkündet Corona-Plan für Bayerns Schüler

Update, 14.40 Uhr: Nach dem Ende der Sommerferien gilt ab dem kommendem Schuljahr eine Maskenpflicht an Schulen, verkündete Kultusminister Michael Piazolo (siehe Update von 12.13 Uhr). Das bisherige Maskengebot etwa auf den Gängen sei schon ganz überwiegend Praxis, sagte auch die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann auf Anfrage. „Eine verschärfte Maskenpflicht auch im Unterricht ist dagegen sechs Stunden lang schwer vorstellbar.“

Der Vier-Stufen-Plan (siehe Update vom 12.13 Uhr) richtet sich nach dem Infektionsszenario in den jeweiligen Regionen. Ziel sei zum Schulstart der Regelbetrieb ohne Mindestabstand, aber unter besonderen Hygienebedingungen. „Das ist der große Wunsch. Darauf arbeiten wir hin“, sagte Piazolo. Aber dabei gelte: „Gesundheit hat oberste Priorität.“

Der Minister erinnerte die Lehrkräfte für ihre Urlaubsreisen zudem an die Vorgabe des Freistaats: Wer aus einem Risikogebiet zurückkomme, müsse eine entsprechende zweiwöchige Quarantäne danach mit einplanen - auch bei einem negativen Test. Eine Verlängerung der Ferien gibt es für sie nicht und auch keine Freistellung vom Dienst, wie ein Schreiben der Staatsregierung klarstellt.

In jedem Fall müssten Lehrer in einem solchen Fall von Zuhause aus arbeiten. Weitere disziplinarische Maßnahmen ließ der Minister offen. Dafür sei eine Prüfung des Einzelfalls nötig. „Insgesamt muss man sich sehr überlegen, ob man in Risikogebiete geht“, mahnte Piazolo.

Drastische Maßnahme für das neue Schuljahr: Piazolo verkündet Corona-Plan für Bayerns Schüler

Update, 12.13 Uhr: Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten - auch in Grundschulen, erklärte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

Drastische Maßnahmen für das neue Schuljahr: Piazolo verkündet Corona-Plan für Bayerns Schüler

Bei hohen Infektionszahlen in einer Region könne in den dortigen Schulen auch eine Rückkehr zum Distanzunterricht von zu Hause aus nötig sein - die vierte Stufe. In den Stufen zwei und drei des Systems werden schrittweise zuerst eine Maskenpflicht im Unterricht und dann auch wieder verschärfte Mindestabstände gelten.

Bis mindestens Ende Januar 2021 seien mehrtägige Klassenfahrten untersagt. Für alle Lehrkräfte werde zudem das Angebot einer freiwilligen Reihentestung bestehen. Eine Pflicht dazu wird aber laut Piazolo nicht eingeführt.

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern? Innenminister Herrmann bezieht deutlich Stellung

Update, 09.09 Uhr: Kommen verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern? Nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sollten diese keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. „Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten“, sagte er. „Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage.“ Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden.

Herrmann äußerte sich außerdem zur Kritik an der Praxis der Polizei, Corona-Kontaktdaten für Ermittlungszwecke zu nutzen. Die Gästelisten aus Restaurants könnten „im Einzelfall wichtige Ermittlungsansätze liefern“, sagte der CSU-Politiker. „Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Polizei alles rechtlich Mögliche zum Schutz und zur Aufklärung von Straftaten unternimmt. Insoweit kann ich die Kritik nicht nachvollziehen“, so Herrmann weiter. Gerade Kapitalverbrechen müssten sorgfältig ausermittelt werden, damit der Täter seine gerechte Strafe erhalte.

Klare Erkenntnis nach Corona-Ausbruch auf bayerischem Gemüsehof: „Damit wird deutlicher, dass das Virus ...“

Update, 18.44 Uhr: Nach mehr als 170 Corona-Infektionen auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind weitere Tests von Anwohnern negativ ausgefallen. Inzwischen wurden mehr als 2000 Bürger getestet. Von 90 Prozent der Tests habe man bereits das Ergebnis, und es sei in allen Fällen bislang negativ, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Donnerstag mit.

„Damit wird immer deutlicher, dass das Virus nach dem Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht in die Bevölkerung getragen wurde“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU). Trotz der erweiterten Testmöglichkeiten beobachte man eine niedrige Zahl der Neuinfektionen. Insgesamt habe man seit Montag im Landkreis sieben Neuinfektionen registriert.

Durch das Einrichten mehrerer „Drive-in“-Testzentren seien die Testkapazitäten ausgebaut worden. Die Tests sind kostenlos und freiwillig. Außerdem werden die Betriebe mit Saisonarbeitskräften weiter kontrolliert. Die Untersuchungen dort sollen bis Samstagmittag abgeschlossen sein. 

Coronavirus in Bayern: Neuerung für Urlauber gilt ab heute - Städte verlängern drastische Maßnahmen

Update, 16.23 Uhr: In Nürnberg wird es auch in nächster Zeit an den Wochenenden in Teilen der Altstadt ein Verkaufsverbot für Getränke zum Mitnehmen und einen Sicherheitsdienst geben. Nach guten Erfahrungen werde das Maßnahmenpaket angesichts feiernder Menschenmengen in der Altstadt und am Wöhrder See bis 6. September verlängert, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Zuvor hatte auch Bamberg das Verkaufsverbot für Alkohol zum Mitnehmen am Wochenende bis zum 25. August verlängert.

Ein von Wirten organisierter Sicherheitsdienst sorgt in Nürnberg nun regelmäßig an den Wochenenden am Köpfleinsberg dafür, dass Feierlustige unter anderem die Abstandsregeln einhalten. Am Tiergärtnertorplatz ist ab 20 Uhr der Verkauf von Getränken zum Mitnehmen verboten. Am Wöhrder See wird die Polizei bestimmte Bereiche kontrollieren und bei Bedarf Lichtmasten aufstellen.

Corona in Bayern: Teststationen an Autobahnen in Betrieb gegangen

Update, 15.02 Uhr: Ab dem heutigen Donnerstag (30. Juli) können sich Reisende entlang der Autobahnen an der bayerischen Grenze auf das Coronavirus testen lassen (siehe unten). Bereits seit 7 Uhr laufe der Betrieb etwa an der Rastanlage Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 bei Bergen, teilte Thorsten Brandstätter vom Bayerischen Roten Kreuz mit. In den ersten vier Stunden seien schon 48 Menschen für einen Rachenabstrich vorbeigekommen.

Die bayerische Staatsregierung hatte beschlossen, zusätzlich zu Teststationen an Flughäfen* an mehreren grenznahen Autobahnen sowie den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg solche Zentren einzurichten, wo sich Menschen auf das Virus testen lassen können (siehe unten).

Corona in Bayern: Wichtige Neuerung gilt ab heute - sie betrifft vor allem Urlauber

Update vom 30. Juli, 7.34 Uhr: Ab heute gibt es eine wesentliche Corona-Neuerung in Bayern: Urlauber, die mit dem Auto die bayerische Grenze passieren, können sich ab heute freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Mehrere Teststationen im Freistaat gehen in den Morgenstunden in Betrieb - auch an großen Bahnhöfen wie München und Nürnberg und am Flughafen in Memmingen.

Noch sind die Tests auf freiwilliger Basis. Doch geht es nach Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sollen an den Flughäfen in Bayern bald verpflichtende Tests eingeführt werden. Diese sollen sich dann auf Rückkehrer aus Risikogebieten beziehen.

Corona in Bayern: Eltern und Lehrerverband warnen vor Chaos an den Schulen

Update vom 29. Juli, 17.50 Uhr: Eltern und Lehrerverband warnen wegen Corona in den kommenden Monaten vor Chaos an den Schulen. Schon jetzt gleichen die Konzepte für eine Rückkehr der Schulkinder nach den Sommerferien einem einzigen Durcheinander - Bayern wählt einmal mehr einen Sonderweg. Sorgen und Kritik wachsen.

Update vom 29. Juli, 15.14 Uhr: Die Corona-Teststationen für Autofahrer an der bayerischen Grenze sowie für Bahnreisende an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sollen an diesem Donnerstag in Betrieb gehen. Geplant sind demnach interimsmäßige Testzentren nahe der Grenzübergängen Kiefersfelden, Walserberg und Pocking an den Rastanlagen Inntal-Ost beziehungsweise Heuberg, Hochfelln-Nord und Donautal-Ost.

Die Ministerien für Inneres und Bau stünden mit Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz sowie mit dem Bund und der Deutschen Bahn wegen der Flächen in Kontakt.

Update vom 29. Juli, 13.35 Uhr: Die Sommerferien in Bayern sind gestartet. Die Regierung rund um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in ihren Pressekonferenzen vor der Sommerpause eindringlich an alle bayerischen Urlauber appelliert, sich auch auf Reisen an die geltenden Regeln zu halten und Vorsicht walten zu lassen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, wie etwa der Türkei oder Ländern aus dem Balkan, sind jetzt verpflichtende Corona-Tests an Flughäfen geplant. Auch Tests für Auto- sowie Schienenverkehr sind nach dem selben Muster geplant.

Sommerferien in Bayern: Türkei und Kroatien als großes Reiseziel?

Nach Informationen der Welt kommen etwa 15 Prozent aller Urlaubs-Rückkehrer in Bayern aus Risikogebieten. Hintergrund der recht hohen Zahl ist die Bevölkerung Bayerns. Die türkische Gemeinde bildet die größte Minderheit im Freistaat, gefolgt von Bürgern aus Kroatien und Bosnien. Viele von ihnen reisen in den Urlaubswochen in ihre Heimat.

Das bedeutet auch: Es gibt viel Rückreise-Verkehr. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte gegenüber Focus-Online nun: „Der Flughafen München rechnet nach aktuellem Stand für die Monate August und September mit einem Richtwert von täglich rund 4000 ankommenden Passagieren aus Risikogebieten. Für den Flughafen Nürnberg liegt der Schätzwert bei 1000 bis 1500 Passagieren. In einer ähnlichen Größenordnung belaufen sich auch die Schätzungen am Flughafen Memmingen.“

Corona in Bayern: Wichtige Regel im Freistaat aufgehoben

Update vom 28. Juli, 17.23 Uhr: Das dürfte vor allem Bürger aus anderen Bundesländern freuen. Eine Corona-Regelung aus Bayern wurde aufgehoben. Ende Juni hatte Bayern als eines der ersten Bundesländer ein Übernachtungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots erlassen. Grund dafür war unter anderem der Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies im Landkreis Gütersloh in NRW. Dieses Verbot wurde nun vorläufig außer Vollzug gesetzt. Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die aktuelle Regelung zum Beherbergungsverbot als nicht verhältnismäßig eingestuft.

Corona in Bayern: Umfangreiche Tests für Urlaubsrückkehrer beschlossen - auch für Auto- und Zugfahrer

14.04 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet. Alle Entwicklungen lesen Sie hier im Live-Ticker noch einmal nach.

13.50 Uhr: Gesundheitsministerin Huml präzisiert die Test-Möglichkeiten für Urlaubsrückkehrer. Auf dem „Landweg“ sei die Umsetzung einer Testpflicht schwieriger als am Flughafen - nicht immer könnte genau festgestellt werden, wer aus einem Corona-Risikogebiet komme. Hier warte man im Freistaat noch auf eine genaue Entscheidung auf Bundesebene.

13.33 Uhr: Nun spricht Melanie Huml. Sie geht zunächst auf die Geschehnisse in Niederbayern ein. Auf dem Erntehof in Mamming hätten schnell umfangreiche Tests stattgefunden. Auch alle anderen Bürger könnten sich dort nun in Test-Stationen testen lassen - das Interesse an dem Angebot sei groß. Man müsse in solchen Fällen schnell handeln und reagieren, so Huml. Weitere Test-Kapazitäten müssten deshalb für Bayern aufgebaut werden. Hier werde auch auf externe Dienstleister zugegriffen. Für den Landkreis Dingolfing-Landau werde auch die Bundeswehr unterstützend miteingreifen.

Reiserückkehrer werden bereits seit Samstag in München und Nürnberg an den Flughäfen freiwillig getestet, führt Huml weiter aus. Für Reisende aus Risikogebieten könnte bundesweit eine Testpflicht kommen. Die Gesundheitsministerin spricht außerdem über Tests bei Hausärzten - wenn der eigene Arzt nicht testet, könnte online über die Seite der kassenärztlichen Vereinigungen ein Arzt gefunden werden. Auch an den Autobahnen sollen künftig Testzentren eingerichtet werden. Stationen sollen an den großen Grenzübergängen nach Österreich an den nächstgelegenen Rastanlagen Hochfelln-Nord (A8), Heuberg (A93) und Donautal-Ost (A3) eingerichtet werden. Auf den Raststätten Hochfelln-Nord und Heuberg sollen sie dauerhaft ab 7. August in Betrieb sein. Ebenso sollen Stationen an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg ab dem 7. August einsatzbereit sein. „Die Ferien beginnen gerade“, so Huml. Für bayerische Reiserückkehrer sollen die Möglichkeiten bald bereitstehen. Auch im Urlaub sei es aber nötig, sich vernünftig zu verhalten, mahnt sie.

Nach neuem Corona-Ausbruch in Bayern: Söder droht mit Lockdown - Pressekonferenz JETZT im Live-Ticker

13.24 Uhr: Nun spricht Hubert Aiwanger. In Bayern gebe es viele schöne Tourismusregionen. Mit einem neuen Urlaubs-Ticker sollen sich Ausflügler besser informieren können. „Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen hier in Bayern bleiben“, sagt er. Auch die Städte im Freistaat würden Urlauber vertragen. Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft sei „sehr durchwachsen“. Die Hauptverlierer seien Branchen, die bereits davor Strukturprobleme hatten, wie der Maschinenbau oder die Luftfahrt. In der Krise bräuchte auch beispielsweise die Schaustellerbranche besondere Unterstützung. Das Konzept „Kurzarbeit“ laufe weiterhin. Aktuell sei man in einem „starken Transformationsprozess“.

Coronavirus in Bayern: Pressekonferenz im Live-Ticker - Staatsminister Herrmann spricht über weiteres Vorgehen

13.21 Uhr: Ein weiterer Schwerpunkt sei der Bereich „Asylunterkünfte“. Bei Symptomen einzelner Bewohner sollten alle getestet werden, so Herrmann weiter.

13.15 Uhr: Das Thema „Testen“ stehe in Bayern weiter im Vordergrund, so Herrmann. Wichtig sei dabei der Bereich „Landwirtschaft und Erntehelfer“. Ausbrüche müssten dort vermieden werden. Bei Saisonarbeitern würden zukünftig verpflichtende Tests eingeführt. Bei Verstößen könnte der Bußgeldrahmen voll ausgeschöpft werden. Dieser geht bis 25.000 Euro. Ein weiterer großer Bereich seien Urlaubsrückkehrer. Man müsse „regionsscharf“ definieren, was Risikogebiete seien - hier würden künftig verpflichtende Tests gelten. Bei den gängigen Urlaubs-Autobahn-Routen (Kiefersfelden, Walserberg und Pocking) solle auch getestet werden - „direkt bei der Rückkehr“. In Zügen solle die Maskenpflicht stärker kontrolliert werden. Als ein mögliches Infektionsrisiko nennt Herrmann zudem die Salzburger Festspiele. „Ich halte es für durchaus sportlich, wenn in Salzburg Festspiele abgehalten werden“, sagte er. Er hoffe, dass man damit nicht in „größere Schwierigkeiten“ komme.

13.10 Uhr: Nun beginnt die Pressekonferenz. Staatsminister Herrmann beginnt zu sprechen. Die Situation sei weiterhin ernst, sagt er. Auch trotz der Geschehnisse in den letzten Tagen sei die Lage in Bayern aber weiter stabil. Es habe keine neuen Todesfälle in den letzten Tagen gegeben. Die „Reisebewegung" sei allerdings eine Herausforderung - ebenso wie das Zusammentreffen vieler Menschen, etwa bei Partys. Die Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin mindestens bis zum 16. August.

Update, 13.05 Uhr: Noch hat die Pressekonferenz, die für 13 Uhr angesetzt war, noch nicht begonnen. Sprechen werden nach den Beratungen im Kabinett Florian Herrmann, Hubert Aiwanger und Melanie Huml.

Update, 12.45 Uhr: In Kürze beginnt die Pressekonferenz mit Staatsminister Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml. Alle wichtigen Entwicklungen verfolgen Sie hier im Live-Ticker.

Nach neuem Corona-Ausbruch in Bayern: Söder droht mit Lockdown - Pressekonferenz im Live-Ticker

Update, 28. Juli, 11.02 Uhr: Das Kabinett in Bayern berät sich am heutigen Dienstag zum regulär letzten Mal vor der Sommerpause über die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Auf der Agenda stehen unter anderem Tests für Urlaubs-Rückkehrer. Auch Reisebeschränkungen für die Bewohner des niederbayerischen Landkreises Dingolfing-Landau könnten ein Thema sein. Aufgrund des Corona-Ausbruches auf einem Gemüsehof in Mamming (siehe unten) stufte etwa die Regierung von Schleswig-Holstein den Landkreis am Montag bereits als Risikogebiet ein. Seit Dienstag dürfen die Bewohner außerdem nur mit einem negativen Corona-Test Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern machen.

Im August sind normalerweise keine Kabinettssitzungen geplant. Um über die aktuelle Corona-Lage ständig auf dem Laufenden zu sein und ein wöchentliches Update zu geben, werden Vertreter des Kabinetts allerdings auch in den Sommerferien regelmäßig in einem sogenannten Kabinettsausschuss tagen. Das kündigte Ministerpräsident Söder an. Durch den Sonderausschuss bleibe die Staatsregierung jederzeit handlungsfähig. „Das ist eine andere Urlaubszeit auch für uns“, sagte er.

Video: die ganze Pressekonferenz zum Nachschauen

Nach der aktuellen Kabinettssitzung zur Corona-Pandemie informieren Staatsminister Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml in einer Pressekonferenz über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen. Ab 13 Uhr können Sie die Pressekonferenz hier im Ticker sowie im Live-Stream verfolgen.

Nach neuem Corona-Ausbruch in Bayern: Söder droht mit Lockdown - „Corona kommt mit aller Macht zurück“

Update, 22.26 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus auf einem Gemüsehof in Mamming hat jetzt auch Auswirkungen auf die Bevölkerung der gesamten Umgebung. Der Landkreis Dingolfing-Landau wurde nun von der Regierung in Schleswig-Holstein als Risikogebiet eingestuft. Urlauber, die aus dem Gebiet kommen, müssen jetzt eine 14-tägige Quarantäne einhalten und sich bei dem jeweiligen Gesundheitsamt melden, wenn sie in das Land reisen wollen. Nur Personen die einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorweisen können, sind von der Auflage befreit. Das ist besonders für Familien bitter, da in Bayern gerade erst die Sommerferien begonnen haben.

Update, 10.45 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Hier eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Aussagen: Markus Söder (CSU) hat höhere Strafen für Betriebe angekündigt und ein strenges Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie angemahnt. Söder bekräftigte indes seine Forderung an den Bund nach verpflichtenden Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten.

Aus dem aktuellen Fall auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming zog die Staatsregierung mehrere Konsequenzen. Bei Verstößen gegen Hygieneauflagen würden künftig 25 000 Euro statt bislang 5000 Euro Bußgeld fällig, kündigte Söder an. Weiter sollen während der Erntezeit landwirtschaftliche Betriebe in kürzeren Intervallen als bisher geprüft werden, das sei Tag und Nacht unangemeldet möglich. Vorgesehen sind auch Corona-Tests für alle Saisonarbeiter in Bayern.

Corona in Bayern: Zum Start in die Ferien - Teststationen für Autoverkehr

Mit Blick auf die Urlaubssaison richtet Bayern an drei Grenzübergängen zu Österreich auf den Autobahnen freiwillige Teststationen ein - in Walserberg, Pocking, Kiefersfelden - ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg. Söder zufolge sind auch verpflichtende Tests für Rückkehrer an Flughäfen* nötig. Der Bund müsse hierfür den rechtlichen Rahmen schaffen. Bayern bereite alles vor, um dann umgehend starten zu können, sagte er.

Freiwillig können sich Passagiere, die an den Flughäfen München und Nürnberg ankommen, seit dem Wochenende kostenlos auf den Corona-Erreger Sars-CoV-2 testen lassen. 1500 Menschen haben dieses Angebot nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) schon angenommen.

Söder informiert über Corona in Bayern: Tests an bayerischen Flughäfen geplant

Außerdem müssten die Risikogebiete noch einmal neu regional überprüft werden - auch in Europa, forderte Söder. Freiwillig können sich Passagiere, die an den Flughäfen München und Nürnberg ankommen, seit dem Wochenende kostenlos auf den Corona-Erreger Sars-CoV-2 testen lassen.

Vor sechs Monaten kam das Coronavirus außerdem in Deutschland an. Ein Mitarbeiter der Firma Webasto bei Starnberg infizierte sich zuerst. Nun macht er eine beunruhigende Aussage.

Update, 10.39 Uhr: Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erklärt nochmals das Vorgehen bei den verpflichtenden Tests. Dies gelte zunächst nur für die Flughäfen, jedoch sei auch im Gespräch, verpflichtende Tests für Auto- und Bahnverkehr auszuweiten. Dann betont Markus Söder nochmals, dass man sich als Urlauber in diesem Sommer sehr gut überlegen solle, ob ein Urlaub in einem Risikogebiet tatsächlich notwendig sei.

Corona in Bayern: Spanien bald Risikogebiet? Söder mit klarer Haltung

Update, 10.33 Uhr: Markus Söder betont, dass verpflichtende Tests an Flughäfen alternativlos sein. Auf die Frage, ob Länder wie Spanien bald zum Risikogebiet erklärt werden könnten, betont Söder, dass stets beobachtet werden müsse, ob die Ausbrüche regional stattfinden oder im ganzen Land. Dies gelte für jedes Land.

Corona-PK: Markus Söder reagiert auf Laschet-Vergleich - Tests an Hauptbahnhöfen

Update, 10.24 Uhr: Nun müssen sich Söder und Huml den Fragen der Journalisten stellen. Vor einigen Wochen war der Fall Tönnies für NRW-Ministerpräsident Laschet ein herber Kritikpunkt. Markus Söder beantwortet die Frage, ob es ihm mit dem landwirtschaftlichen Betrieb in Niederbayern ähnlich ergehen könnte, mit klaren Worten. Man sei immer vorbereitet und handle stets konsequent. Es werde jedoch immer wieder zu solchen Vorfällen kommen. Wichtig sei, gut vorbereitet zu sein. Deshalb werde man neben den Tests an bayerischen Flughäfen auch an den großen Hauptbahnhöfen wie München und Nürnberg Tests für alle anbieten.

Corona in Bayern: Urlaub genießen - Wenn möglich in Bayern bleiben

Update, 10.18 Uhr: Nun spricht Gesundheitsministerin Melanie Huml. Wichig sei, rund um den landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming breit zu testen. „Wir sind in diesem Bereich über die Schwelle von 50 pro 100.000 gekommen. Jedoch ist der Bereich klar abgrenzbar, deshalb sind die aktuellen Maßnahmen berechtigt“, so Huml. Jedoch müsse man die Lage sehr genau beobachten. Auch Huml betont die Wichtigkeit von Testungen im allgemeinen, so wie die neuen Möglichkeiten an bayerischen Flughäfen. „Es gilt nach wie vor, vorsichtig zu sein“, so Huml. Man solle den Urlaub genießen, jedoch stets Vorsicht walten lassen. Es sei eine schöne Gelegenheit, in Bayern Urlaub zu machen.

Corona in Bayern: Söder für verpflichtende Tests an Flughäfen - Appell an junge Menschen

Update, 10.09 Uhr: Weiter spricht Markus Söder über Maßnahmen, um eine zweite Welle zu verhindern. Es sei unbedingt notwendig, verpflichtende Tests an Flughäfen umzusetzen. Dabei gehe es um Rückkehrer aus Risikogebieten, die an den bayerischen Airports wie Nürnberg, Memmingen und München landen. „Die Sorge ist reell, die Gefahr ist relativ groß. Wenn wir die Situation in Spanien und anderen Bundesländern ansehen. Wir waren in Bayern schon einmal von einer Urlaubszeit betroffen, an Fasching, und werden jetzt versuchen es zu verhindern.“ Dann richtet der Ministerpräsident einen Appell an junge Menschen: „Wir bitten ausdrücklich um Vernunft.“ Er verstehe die Lust nach Feiern - doch man müsse die geltenden Regeln ernst nehmen. Man beobachte es sehr genau und werde, falls nötig handeln. Jüngere Menschen können durch eine Infektion Langzeitschäden davontragen. Man werde sich auch im August regelmäßig updaten, um als Regierung jederzeit handlungsfähig zu bleiben. „Corona kommt schleichend zurück, aber mit aller Macht.“

Corona in Bayern: Markus Söder informiert auf PK - und wählt drastische Maßnahmen

Update, 10.04 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beginnt die Pressekonferenz mit mahnenden Worten. Corona käme schleichend und mit voller Wucht zurück. Man müsse eine weitere große Ausbreitung mit aller Macht verhindern. Dabei sei groß angelegtes Testen von elementarer Bedeutung. Man überlege, wie verpflichtende Tests umzusetzen seien.

Corona in Bayern: Söder droht mit Lockdown - und erhöht Strafen

Dann richtet Söder den Blick auf den aktuellen Fall in Mamming. Für jeden Betrieb würden klare Hygiene-Konzepte gelten - scheinbar handle es sich bei dem Ausbruch in Niederbayern um Verstöße gegen das Konzept. Das müsse nun aufgearbeitet werden. Der Betrieb sei im Moment in Quarantäne, man wolle keine weitere Ausbreitung haben. Im Augenblick müsse man nicht über weitere Maßnahmen nachdenken, doch man werde den aktuellen Verlauf des Ausbruchs sehr genau im Auge behalten. Sollte sich die Lage verschärfen, sei ein Lockdown der Region denkbar. Auch die Bußgelder bei Verstoß gegen geltende Hygiene-Regeln wird ab sofort schärfer vorgegangen. Von 5.000 Euro Strafe wird Vergehen auf nun 25.000 Euro erhöht.

Update, 10.01 Uhr: Mit einer Minute Verspätung beginnt jetzt die Pressekonferenz, die von BR24 übertragen wird, über die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie im Freistaat.

Update, 9.50 Uhr: In knapp 10 Minuten wird der Beginn der Pressekonferenz rund um Ministerpräsident Söder erwartet. Wir berichten live sobald es losgeht.

Nach Corona-Ausbruch in Bayern: PK mit Söder, Herrmann und Huml - wir berichten LIVE

Update vom 27. Juli 2020, 9.25 Uhr: Nach dem Massenausbruch im niederbayerischen Mamming hat die bayerische Staatsregierung für den heutigen Montag (27. Juli) eine Pressekonferenz angekündigt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Staatsminister Dr. Florian Herrmann, sowie Gesundheitsministerin Melanie Huml wollen ab 10 Uhr über die aktuelle Corona-Lage im Freistaat sprechen. Wir berichten live.

Corona in Bayern: Kritik an CSU nach Massenausbruch in Betrieb

Erstmeldung vom 26. Juni 2020

Mamming - Nach der Corona-Masseninfektion auf einem großen Gemüsebauernhof im niederbayerischen Mamming stehen fast 500 Menschen unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen. Das Landratsamt Dingolfing-Landau ließ das Gelände mit einem Bauzaun absperren, ein Sicherheitsdienst überwacht das Ausgehverbot, die Fortsetzung der Ernte wurde verboten. Das berichtete Landrat Werner Bumeder (CSU) am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Insgesamt 174 Erntehelfer wurden bei der Reihenuntersuchung positiv auf den Corona-Erreger Sars-CoV-2 getestet.

Coronavirus in Bayern: Nach Massenausbruch in Bayern - Heftige Kritik an Staatsregierung

Grüne und SPD warfen der Staatsregierung mangelhafte Kontrolle der Unterkünfte vor und gaben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seinem Kabinett deswegen Mitverantwortung. Die Staatsregierung will nun in einer „Corona-Testoffensive“ auf großen Höfen die Erntehelfer untersuchen lassen. „Wir nehmen die Situation sehr ernst“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Bisher scheint es lokal eingrenzbar zu sein.“ Schwerpunkte der Tests sind zunächst die Höfe der Umgebung und im Landkreis.

Mamming ist eine ländliche Gemeinde mit gut 3300 Einwohnern unweit von Dingolfing mit seinem großen BMW-Werk; bei dem Betrieb handelt es sich um einen großen Gemüsehof, der Erdbeeren, Gurken, Kohl und Rote Bete anbaut - die Gurken aber nur für Einlegegläser. Die Erntehelfer stammen aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine. Der Betrieb hatte nach Bumeders Worten das vereinbarte Hygienekonzept nicht vollständig umgesetzt. Die Erntehelfer sind in Containern untergebracht, pro Container zu dritt.

Nach Corona-Ausbruch in Bayern: Memming bietet kostenlose Tests an

„Wir bieten allen Mamminger Bürgern kostenlose Tests an“, sagte der Landrat. „Ich bitte die Bevölkerung um Besonnenheit.“ Weitere Fälle infizierter Erntehelfer gibt es nach Bumeders Worten in seinem Landkreis nicht.

Der Hof ist nun von der Außenwelt abgeriegelt. Sowohl Erntehelfer als auch der Bauer und Familie sowie die festangestellten Mitarbeiter dürfen das Areal nicht verlassen, die Lebensmittel werden angeliefert. „Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen“, erklärte Bumeder.

Corona in Bayern: Erste Infektionen am Freitag bekannt geworden

Die ersten Infektionen waren am Freitag festgestellt worden, nachdem sich sieben Erntehelfer mit leichten Symptomen bei der Betriebsleitung gemeldet hatten. Das war der Anlass des Reihentests. Einer der infizierten Erntehelfer ist erkrankt und wird stationär im Krankenhaus behandelt. Auf dem Hof wurden infizierte von nicht infizierten Mitarbeitern getrennt.

SPD und Grünen warfen der Staatsregierung vor, die in dieser Hinsicht zu lax gewesen zu sein. „Das kann sich bitter rächen, wenn solche lokalen Infektionsgeschehen ausgreifen und regionale Lockdowns angeordnet werden müssen“, sagte Jürgen Mistol, der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen.

Corona: Bayerische Regierung schwerer Kritik ausgesetzt - Ausbruch „mit Ansage“

Das sieht die SPD ganz ähnlich: „Wir haben nach dem Corona-Ausbruch in dem Wiesenhof-Schlachthof Mitte Mai bereits ein Sonderkontrollprogramm auch für Bauernhöfe mit Erntehelfern gefordert“, sagte Umweltexperte Florian von Brunn. „Gerade die Hygienebedingungen am Arbeitsplatz und die Wohnverhältnisse müssen aus unserer Sicht scharf kontrolliert werden. Das ist offensichtlich nicht passiert.“ Der Ausbruch sei „mit Ansage“ gekommen. *Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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