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Für Geimpfte und Genesene ändert sich in Bayern jetzt einiges: Massive Lockerungen im Überblick

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Von: Lukas Schierlinger

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Veranstalter haben in Bayern künftig deutlich mehr Gestaltungsspielraum. Die neuen Corona-Regeln im Überblick.

München - Bayern lockert seine Corona*-Beschränkungen noch einmal gewaltig. Die neuen Regeln betreffen vornehmlich Veranstaltungen, zu denen freiwillig nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben (sogenannte „2G-Regel“). Das beschloss Bayerns Staatsregierung in der Sitzung des Ministerrates am Montag in München. In Kraft treten die Regelungen bereits am Mittwoch (6. Oktober).

Alternativ können auch Menschen zugelassen werden, die einen negativen PCR-Test vorweisen („3G plus“). Dafür entfallen dann Maskenpflicht, Obergrenzen bei der Personenzahl, Alkoholverbot und Mindestabstandsgebot. „Das ist die Fortführung unseres Prinzips von Umsicht und Vorsicht, durch den Impffortschritt mittlerweile gepaart mit stärkerem In-den-Fokus-stellen von Eigenverantwortung“, erklärte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung.

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Neue Corona-Regeln in Bayern: Das bedeuten sie für Veranstalter

Damit können etwa Fußballstadien, Sporthallen, Theater, Konzert- und Kongresshallen wieder voll ausgelastet werden, sofern sich die Veranstalter freiwillig der 2G-Regel oder 3G-plus-Regel unterwerfen. Dazu gehöre auch, dass etwa strikte Einlasskontrollen erfolgen, unterstrich Florian Herrmann. Bei Missbrauch drohe ein Bußgeld - und auch die gewerbliche Eignung des betreffenden Veranstalters könne dann geprüft werden. Das Sicherste sei weiterhin die 2G-Option, denn getestete Personen seien nicht durch Antikörper geschützt und könnten sich jederzeit infizieren.

Ungeimpfte seien derzeit deutlich stärker gefährdet, sich anzustecken, erklärte Herrmann mit Verweis auf aktuelle Zahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liege gegenwärtig für Geimpfte bei 18, für Ungeimpfte dagegen bei 194 im Freistaat. Insgesamt wurde die Inzidenz am Montag beim Robert Koch-Institut (RKI) für Bayern mit 90,1 angegeben, bundesweit lag sie bei 64,7.

Ab Mittwoch in Kraft: Betroffene können selbstständig entscheiden, welche Regel sie anwenden

Die neuen Regelungen können etwa bei Kulturveranstaltungen, Sportereignissen, Kongressen, in Bibliotheken und Musikschulen angewandt werden. Sie seien rein freiwillig für die Veranstalter, hieß es. Kleinkinder und Schüler, die im Schulbetrieb ohnehin regelmäßig getestet werden, haben grundsätzlich auch bei Veranstaltungen Zutritt, in denen die 3G-plus Regel gilt.

Bereits am vergangenen Wochenende hatten in Bayern Clubs und Diskotheken nach der 3G-plus-Regel geöffnet. Ab Mittwoch dürfen dann unter den gleichen Vorgaben etwa auch Gaststätten Tanzveranstaltungen anbieten. In Schankwirtschaften darf nicht mehr nur am Tisch, sondern auch wieder am Tresen gegessen und getrunken werden.

Der bayerische Ministerrat setzt ferner einen Ausfallfonds des Bundes für Messen und Veranstaltungen in Bayern um: Für coronabedingte Messe-Ausfälle könne eine Entschädigung von bis zu acht Millionen Euro gezahlt werden. Bundesweit stehen in dem Topf 600 Millionen Euro zur Verfügung. (lks mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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