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Ein Kilogramm Crystal hatte ein 42-Jähriger in seinem Auto versteckt. Er wurde nahe der tschechischen Grenze von Ermittlern ertappt.

Mit Drogen im Gepäck nahe der Grenze geschnappt

Ein Auto mit jeder Menge Drogen im Gepäck

Schönwald/München - Die Modedroge Crystal wird in Bayern immer häufiger entdeckt. Innerhalb weniger Tage fanden Ermittler bei zwei Fällen insgesamt 2,2 Kilogramm des schnell abhängig machenden Rauschgifts.

Die gefährliche Droge Crystal bereitet den Behörden im Freistaat zunehmend Kopfzerbrechen. Binnen weniger Tage registrierten die Ermittler die zwei bislang größten Funde des synthetischen Rauschmittels in diesem Jahr in Bayern - insgesamt 2,2 Kilogramm. Zum Vergleich: 2011 wurden nach Angaben des Justizministeriums bayernweit insgesamt 3,3 Kilogramm Crystal sichergestellt, im Jahr zuvor 1,2 Kilo.

„Die Mengen werden immer größer“, sagte Christian Schüttenkopf, Sprecher des Zollfahndungsamts München. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, hatten Bundespolizisten bereits am Sonntag in Schönwald (Landkreis Wunsiedel) nahe der Grenze zu Tschechien einen Mann gestoppt, der in seinem Auto ein Kilo Crystal versteckt hatte. Normal seien Funde von etwa 30 bis 100 Gramm, sagte der Sprecher.

Nach der Kontrolle wurde gegen den 42 Jahre alten mutmaßlichen Drogenschmuggler Haftbefehl erlassen. Der Mann sei verhältnismäßig sorglos mit seiner illegalen Fracht umgegangen. „Die Drogen waren nicht großartig versteckt“, schilderte Schüttenkopf. Das Rauschgift sei in zwei Plastikdosen unter dem Beifahrersitz gewesen. Die Drogen hatten einen Verkaufswert von rund 100 000 Euro.

Den größten Einzelfund von Crystal in diesem Jahr in Bayern machten Ermittler nach Angaben des Sprechers erst am vergangenen Mittwoch: Schleierfahnder entdeckten in einem Reisebus auf der Autobahn 3 im Landkreis Passau 1,2 Kilo. Ein 28-Jähriger habe das Rauschgift in einer Müslidose versteckt. Der Bus war unterwegs von London nach Budapest.

Crystal, auch Meth oder Ice genannt, ist eine schnell abhängig machende Substanz. Sie kann nicht nur Depressionen, Gedächtnisstörungen und Paranoia auslösen, sondern greift auch den Körper extrem an. Zahnausfall, Hautausschläge und Organschäden sind einige der Folgen.

dpa

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