DAK-Mitarbeiter treten in Warnstreik

München - In mehreren bayerischen Städten sind am Mittwoch Beschäftigte der Krankenkasse DAK Gesundheit für mehr Geld in Warnstreik getreten. Eine Sprecherin bezeichnete das als überzogen und verfrüht.

In Nürnberg gab es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi einen Demonstrationszug mit etwa 150 Teilnehmern. In München hätten etwa 100 Mitarbeiter bei dem Warnstreik mitgemacht, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Robert Jung. Hintergrund ist die unmittelbar bevorstehende zweite Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen den Gewerkschaften und der DAK.

Auch in Schwaben habe es Aktionen gegeben, etwa in Augsburg, Memmingen und Neu-Ulm, sagte Jung. Seiner Einschätzung nach wird es nicht bei dem einen Warnstreiktag bleiben. „Ich glaube, wir müssen noch mal nachlegen.“ Eine Münchner DAK-Sprecherin bezeichnete die Warnstreiks angesichts der laufenden Verhandlungen als überzogen und verfrüht. „Wir sind ja an einer schnellen Lösung und an Kompromissen auf beiden Seiten interessiert“, sagte sie.

Mehr als 1000 Beschäftigte der drittgrößten Krankenkasse Deutschlands legten bundesweit für drei Stunden die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft verlangt für die rund 16.000 Mitarbeiter der Krankenkasse unter anderem eine Einmalzahlung in Höhe von 1200 Euro für 2011 und rückwirkend zum 1. Januar 2012 eine Anhebung der Gehälter um fünf Prozent.

dpa

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