Claudia Möllers. 

Kommentar

Darum ist der Evangelische Kirchentag nicht nur national wichtig

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Der 36. Evangelische Kirchentag ab Mittwoch in Berlin und Wittenberg ist nicht nur ein nationales Kirchenereignis. Er ist ein internationales Weltereignis - auch wegen des Stargastes Barack Obama. Aber es geht auch darum, dass Christen Haltung zeigen.

Es ist nicht nur ein nationales Kirchenereignis, das an diesem Mittwochabend in Berlin und Wittenberg beginnt und fünf Tage lang Zehntausende von Menschen zusammen bringt, die über Gott und die Welt diskutieren, über Verantwortung, Freiheit, Moral und Glauben. 500 Jahre nach der Reformation ist der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag in der Mitte Deutschlands ein internationales Weltereignis.

Natürlich auch wegen Star-Gast Barack Obama, der mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Brandenburger Tor über Demokratie diskutiert. Die Augen der Weltöffentlichkeit werden sich am Donnerstag gespannt auf die Tribüne an dem historischen Ort richten, wo über Jahrzehnte die schmerzhafte Trennungslinie zwischen Ost und West verlief. Aber der Kirchentag ist weit mehr als Obamas Auftritt. Er ist eine Zeitansage in die Politik und in die Gesellschaft. Vier Monate vor der Bundestagswahl bietet das Treffen eine Plattform, auf der Politiker Farbe bekennen müssen, was sie zur Lösung der großen Fragen der Gegenwart beitragen wollen: bei der Flüchtlingsthematik, im Kampf gegen Armut und religiös motivierten Terrorismus, zur Rettung der Demokratie, zur Zukunft Europas. Der Kirchentag im Luther-Jahr wird spannend wie nie. Deutschlands Christen können Haltung zeigen.

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