Vergrabene Baby-Leiche

Erntehelferin wegen Kindstötung vor Gericht

Deggendorf - Gut ein halbes Jahr nach dem Fund einer Babyleiche in Niederbayern steht eine Erntehelferin vor Gericht. Sie soll ihr Neugeborenes direkt nach der Geburt erstickt haben.

Die 24-Jährige müsse sich seit Dienstag vor dem Landgericht Deggendorf wegen Totschlags verantworten, sagte ein Gerichtssprecher. Laut Anklage hatte die Frau aus Polen Anfang Juli auf der Toilette ihrer Unterkunft ein lebensfähiges Kind auf die Welt gebracht. Anschließend soll sie das Neugeborene erstickt und die Leiche auf dem Grundstück vergraben haben. Die Tat hatte sich auf einem Bauernhof im Landkreis Deggendorf ereignet, auf dem die Frau im vergangenen Sommer als Erntehelferin beschäftigt war.

In den polizeilichen Vernehmungen hatte die Frau sich nicht zum Vorwurf geäußert. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Es sind insgesamt acht Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

dpa

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