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Dehoga: 2G plus würde Gastro-Betriebe in Existenznot stürzen

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2G-plus-Regel
"2G+" steht auf einer Tafel vor einer Gaststätte. © Stefan Sauer/dpa/Symbolbild

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat Überlegungen zu einer Einführung von 2G plus in der Gastronomie abgelehnt. „Ich warne vor panischem Aktionismus, 2G plus stürzt Betriebe in Existenznot ohne Mehrwert für das Infektionsgeschehen. Die geplante Verschärfung lehnen wir daher kategorisch ab“, sagte Angela Inselkammer, Präsidentin des Verbandes in Bayern, am Donnerstagabend laut Mitteilung.

Berlin - „Der geplante Beschluss käme im ohnehin extrem umsatzschwachen Januar einem Quasi-Lockdown gleich, für viele Betriebe würde sich eine weitere Öffnung nicht mehr rechnen.“

Vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage am Freitag ist eine bundesweite 2G-plus-Regel für die Gastronomie im Gespräch. Das heißt, nur Geimpfte oder Genesene hätten Zutritt; und sie müssten einen tagesaktuellem Test oder eine Auffrischimpfung nachweisen, wie aus einer Vorlage mit Stand von Donnerstagnachmittag hervorgeht. Darüber berichteten auch die „Bild“-Zeitung, „Business Insider“ und die Funke-Mediengruppe. 2G-Zugangsregeln ohne Test gelten bundesweit schon für Gaststätten, Kinos, Theater und viele Geschäfte.

Der bayerische Dehoga-Geschäftsführer Thomas Geppert sagte: „Einen Bereich, der nachweislich kein Infektionstreiber ist, weiter einseitig zu verschärfen, ist weder nachvollziehbar noch verhältnismäßig.“ Zudem würde sich das Infektionsgeschehen durch Verlagerungen von Treffen in den privaten Bereich letztlich sogar erhöhen. „Anstatt immer nur auf die Gastronomie zu schauen, sollten zunächst andere Bereiche möglichst sicher gemacht werden. Unsere Branche hat bewiesen, dass die bestehende 2G-Regelung funktioniert, die Gastronomie ist nicht Teil des Problems, sondern der Lösung.“ dpa

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