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John Demjanjuk

Demjanjuk krank - Prozess einen Tag ausgesetzt

München - Der Prozess gegen den mutmaßlichen NS- Verbrecher John Demjanjuk ist am Mittwoch wegen gesundheitlicher Probleme des Angeklagten erneut ausgesetzt worden.

Der 89 Jahre alte Demjanjuk klagte über Schwindelgefühl, seine Blutwerte waren schlecht. Er solle nun eine Blutauffrischungsspritze bekommen, sagte sein Anwalt Günther Maull. “Dann ist davon auszugehen, dass er morgen in Ordnung ist.“ Damit fiel zum dritten Mal seit Beginn des Verfahrens Ende November ein Prozesstag wegen der angeschlagenen Gesundheit Demjanjuks aus.

Am Donnerstag sollte vor dem Landgericht München II erneut der Richter Thomas Walther als Zeuge gehört werden, der bei der Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg die Ermittlungen geführt hatte. Der gebürtige Ukrainer Demjanjuk soll als Wachmann im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen 1943 bei der Ermordung von 27 900 Juden in den Gaskammern geholfen haben. Demjanjuk ist seit seiner Abschiebung aus den USA in der Krankenstation der Münchner Haftanstalt Stadelheim untergebracht. Aus gesundheitlichen Gründen darf gegen ihn nicht länger als zwei Mal 90 Minuten pro Tag verhandelt werden. Er hat die Prozesstage bisher im Liegen auf einem Rollbett verbracht. Über sein Gesicht hat er eine blaue Kappe gelegt.

dpa

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