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Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk wird von Justizbeamten in den Verhandlungssaal im Landgericht in München gebracht.

Demjanjuk-Prozess geht in die Endrunde

München - Im Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk will das Münchner Landgericht die Beweisaufnahme schließen und mit den Plädoyers beginnen. Ein Urteilsspruch rückt damit in greifbare Nähe.

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Im Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk will das Münchner Landgericht am 22. Februar die Beweisaufnahme schließen und mit den Plädoyers beginnen. Zunächst sollen die letzten noch ausstehenden Urkunden verlesen werden, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Wenn möglich solle direkt danach mit den Schlussvorträgen der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter begonnen werden. Demjanjuk soll 1943 als Wachmann im Vernichtungslager Sobibor bei der Ermordung von 27 900 Juden in den Gaskammern geholfen haben.

Bis zum 23. März ist gut ein halbes Dutzend weiterer Termine angesetzt. Dem Zeitplan zufolge könnte dann nach fast 16-monatiger Verhandlungsdauer ein Urteil gesprochen werden. Der Prozess hatte am 30. November 2009 begonnen.

Demjanjuk war als Rotarmist 1942 in deutsche Gefangenschaft geraten. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ließ sich der gebürtige Ukrainer dann im SS-Lager Trawniki zum Wachmann ausbilden und war dann unter anderem im Vernichtungslager Sobibor eingesetzt, das allein zur planmäßigen Ermordung der Juden diente und wo nach Schätzungen bis zu 250 000 Menschen starben. Im Mai 2009 wurde er aus den USA nach Deutschland abgeschoben und in München wegen Beihilfe zum Mord angeklagt.

dpa

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