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John Demjanjuk

Demjanjuk-Prozess: Streit zwischen Anwalt und Richter

München - Im Münchner Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk gibt es weiter Streit zwischen Verteidigung und Gericht.

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Demjanjuks Anwalt Ulrich Busch beantragte am Dienstag vor dem Landgericht München II die Aussetzung des Verfahrens, weil er notwendige Akten noch nicht eingesehen habe. Als Zeuge sagte der Ermittler Thomas Walther von der Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg aus. Der Vorsitzende Richter forderte den Verteidiger mehrfach auf, den Zeugen nicht zu unterbrechen. Walther führte Ermittlungen gegen Demjanjuk, bevor das Verfahren an München abgegeben wurde. Demjanjuk soll als Wachmann im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen 1943 bei der Ermordung von 27.900 niederländischen Juden in den Gaskammern geholfen haben.

John Demjanjuk: Der Prozess in München

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Der 89-jährige gebürtige Ukrainer war im Mai 2009 von den USA nach Deutschland abgeschoben worden und steht seit Ende November vor Gericht. Bis Mai sind vorerst 35 Verhandlungstage angesetzt. Wegen Demjanjuks angeschlagener Gesundheit darf pro Tag nicht länger als zweimal 90 Minuten verhandelt werden. Demjanjuk schweigt zu den Vorwürfen.

dpa

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