Demjanjuk-Prozess zieht sich bis Weihnachten

München - Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Nazi-Verbrecher John Demjanjuk wächst sich zum absoluten Mammutprozess aus. Das Landgericht München II hat 20 weitere Termine angesetzt.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Nazi-Verbrecher John Demjanjuk wird mindestens noch bis Weihnachten dauern. Das Landgericht München II gab an, rund 20 weitere Termine bis zum 22. Dezember angesetzt zu haben. Das Mammutverfahren zieht sich seit Ende November 2009 hin - mit vielen Zeugenvernehmungen und der Verlesung von Akten und Vernehmungsprotokollen.

Demjanjuk muss sich wegen Beihilfe zum Mord an 27 900 Juden im Vernichtungslager Sobibor verantworten. Dort soll der gebürtige Ukrainer 1943 nach der Ausbildung im SS-Lager Trawniki Wachmann gewesen sein. Er hat die Vorwürfe stets bestritten.

Demjanjuk war im Mai vergangenen Jahres von den USA nach Deutschland abgeschoben worden und sitzt seitdem in der Haftanstalt München Stadelheim in Untersuchungshaft. Mehrfach fielen Verhandlungstage aus, weil der 90 Jahre alte Angeklagte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Ohnehin darf gegen ihn wegen seiner angeschlagenen Gesundheit täglich nicht mehr als zwei Mal 90 Minuten verhandelt werden.

dpa

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