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John Demjanjuks Obduktion ergab, dass er ohne Fremdeinwirkung gestorben ist.

Demjanjuks Obduktionsergebnis veröffentlicht

Traunstein - Der ehemalige KZ-Wächter John Demjanjuk wurde obduziert. Jetzt gab die Staatsanwaltschaft das Ergebnis bekannt. Demjanjuks Anwalt fordert eine Beerdigung in den USA.

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Demjanjuk: Anwalt fordert Bestattung in den USA

Kriegsverbrecher Demjanjuk tot

Der ehemalige KZ-Wächter John Demjanjuk ist nicht durch Fremdeinwirkung gestorben. Das habe die Obduktion ergeben, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein, Bernd Magiera, am Montag der dapd mit. Die genaue Todesursache habe aber nicht festgestellt werden können, ergänzte er. Demjanjuk war am Samstag tot in seinem Bett in einem Pflegeheim im oberbayerischen Bad Feilnbach gefunden worden. Er wurde 91 Jahre alt.

Im Mai 2011 hatte ihn das Landgericht München II wegen Beihilfe zum Mord an mehr als 28.000 Menschen 1943 im Vernichtungslager Sobibór zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde nicht rechtskräftig.

Anwalt will Beisetzung Demjanjuks in den USA

Der Verteidiger des gestorbenen KZ-Wachmanns John Demjanjuk hat sich für die Überführung des Leichnams zu dessen Familie in den USA ausgesprochen. Die US-Behörden müssten nun prüfen, ob dies rechtlich möglich sei, sagte Ulrich Busch am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Denn Demjanjuk war nach seiner Abschiebung aus den USA staatenlos. Eine Beisetzung in den USA, wo er jahrzehntelang gelebt hatte, sei eine Frage der Menschenwürde, meinte der Rechtsanwalt. „Seine Ehefrau könnte nicht mal an einer Beerdigung hier teilnehmen.“ Sie sei 86 Jahre alt und schwer krank.

Der 91-jährige gebürtige Ukrainer war am Samstag nur zehn Monate nach seiner Verurteilung als Nazi-Verbrecher und Holocaust-Helfer in einem Pflegeheim in Bad Feilnbach bei Rosenheim gestorben. Sein Leichnam sollte am Montagnachmittag obduziert werden, um die genaue Todesursache festzustellen. Das geschehe bei Todesfällen in Heimen oder Krankenhäusern häufig. „Es ist ein Todesfall wie jeder andere auch“, sagte Bernd Magiera, Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein in der Zweigstelle Rosenheim.

Das Landgericht München hatte Demjanjuk im Mai 2011 wegen Beihilfe zum Mord an mehr als 28 000 Juden im Vernichtungslager Sobibor zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil war nicht rechtskräftig geworden, Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Revision eingelegt. Das Gericht hatte mit Blick auf das hohe Alter Demjanjuks den Haftbefehl aus Gründen der Verhältnismäßigkeit aufgehoben.

dpa/dapd

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