Demonstranten attackieren Polizei

Würzburg - Rund 100 überwiegend junge Erwachsene haben bei einer Demonstration am Wochenende in Würzburg die Polizei unter anderem mit Feuerwerkskörpern attackiert.

Neun Randalierer wurden nach den gewaltsamen Krawallen festgenommen, sechs von ihnen mussten die Nacht in einer Zelle bei der Polizei verbringen. Nach Worten eines Polizeisprechers vom Sonntag kamen die Tatverdächtigen am dritten Advent alle wieder frei.
Hintergrund des angekündigten Aufzugs der teils Vermummten am Samstag waren offenbar die seit Tagen andauernden Krawalle in Griechenland. Die Teilnehmer, darunter auch etliche Linksautonome, bekundeten auf Plakaten mit Aufschriften wie “Mord bleibt Mord“ ihre Sympathie mit den griechischen Demonstranten. Seit dem Tod eines 15-Jährigen vor wenigen Tagen durch Schüsse aus einer Polizeiwaffe gibt es in dem Mittelmeerland immer wieder gewalttätige Ausschreitungen.
In Würzburg wurde während der Demonstration ein Polizist gezielt angegriffen und im Gesicht verletzt. Am Abend sei die Lage wieder ruhig gewesen, sagte der Sprecher. Für eventuelle Ausschreitungen am Abend des dritten Advents hätten sich die Einsatzkräfte vorbereitet. Auch in anderen deutschen Städten kam es in den vergangenen Tagen zu Krawallen, darunter in Weimar, dem nordrhein-westfälischen Minden und in Frankfurt/Main.

dpa

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