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Mit Blumen und Fotos von Dominik Brunner gedachten die Menschen der Tat am S-Bahnhof Solln nahe München.

Denkmal für S-Bahn-Helden Dominik Brunner

Ergoldsbach - Die niederbayerische Heimatgemeinde von Dominik Brunner im Landkreis Landshut will dem S-Bahn-Helden ein Denkmal setzen. Allerdings wird die Statue nicht ausschauen wie Brunner - aus gutem Grund:

Die niederbayerische Heimatgemeinde von Dominik Brunner will dem S-Bahn-Helden ein Denkmal setzen. Der Gemeinderat von Ergoldsbach (Lkr. Landshut) habe sich für einen Entwurf des Künstlers Stefan Rottmeier entschieden, teilte der Ergoldsbacher Bürgermeister Ludwig Robold am Donnerstag mit. Das geplante Bronze-Denkmal zeigt einen Mann, der sich schützend vor ein Kind stellt und warnend die rechte Hand hebt. “Das ist selbsterklärend und verkörpert Zivilcourage“, sagte Robold.

Der 50-jährige Brunner hatte sich vergangenen September am Münchner S-Bahnhof Solln schützend vor Kinder gestellt, die von Heranwachsenden bedroht wurden. Daraufhin war er von den beiden Jugendlichen mit Schlägen und Tritten getötet worden.

Dem Bildhauer Rottmeier geht es bei der Gedenk-Statue um mehrere Aspekte: “Zum einen um das Einschreiten, um das Beschwichtigen und zum anderen um das Schützen.“ Das Denkmal trage jedoch bewusst nicht die Gesichtszüge des S-Bahn-Helden: “Die Gesichter sind nur angedeutet, um zu zeigen, dass es nicht speziell einen Dominik Brunner braucht, sondern dass eigentlich jeder von uns in einer solchen Situation eingreifen sollte.“

Das 2,20 Meter große Bronze-Denkmal soll in Ergoldsbach vor einem Neubau aufgestellt werden, der einen Schülerhort sowie einen Kindergarten beherbergt und künftig den Namen “Dominik-Brunner-Haus“ tragen soll. Die Kosten für das Kunstwerk ­ laut Bürgermeister Robold ein “mittlerer fünfstelliger Betrag“ ­ trägt die Gemeinde. Eingeweiht werden soll das Denkmal am 12. September, dem ersten Todestag des S- Bahn-Helden Dominik Brunner.

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