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M. K. hat bei der Aufllärung am Mord von Polizist Mathias Vieth mitgewirkt (er will unerkannt bleiben). Hier beim Empfang bei Schwabens Polizeipräsidenten Gerhard Schlögl.

Dieser Detektiv spürte den Augsburger Polizistenkillern nach

Augsburg - Nach dem Tod des Augsburger Polizisten Mathias Vieth ging Detektiv M. K. auf private Mörderjagd. Durch einen kuriosen Zufall und sein einzigartiges Gespür, ergab sich eine entscheidende Spur.

Er schlug sich die Nächte um die Ohren, suchte in den Unterlagen nach Details und ging mehrmals den Tatort ab – und dann gab es für den Augsburger M. K. (38) nur noch einen Verdächtigen im Augsburger Polizistenmord. „Der Mörder von Mathias Vieth, das könnte Rudi R. sein.“

Ende Oktober wird Mathias Vieth, Polizist und Familienvater, von Unbekannten im Siebentischwald erschossen – eine Tat, die die Nation erschütterte. Doch lange sind die Killer unbekannt. Die Bevölkerung wird nervös, noch gibt es – zumindest offiziell – zwar viel Aktivität, wie immer wiederkehrendes Durchsuchen des Tatorts, aber keine gezielte Personenfahndung.

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Gleichzeitig brütet aber auch ein Privatdetektiv über den Fall: M.­K. hat türkische Wurzeln, ist deutscher Staatsbürger und sieht es als seine gesellschaftliche Pflicht an, die Ermittlungen zu unterstützen. M. muss immer wieder an die Hinterbliebenen des Mordopfers denken. „Mathias Vieth hat sich für uns alle geopfert, ich wollte dazu beitragen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.“

Und so wird die private Mörderjagd intensiver. K. erinnert sich an einen Fall, in dem er selbst zum Opfer wurde. Ende 2004 beobachtete er, wie ein Mann in einem Supermarkt Lebensmittel stiehlt – Luxusware wie Kaviar und teure Spirituosen.

Er stellte den Ladendieb, es handelte sich um Rudi R. Dass dieser bereits wegen Polizistenmordes eine lange Haft abgesessen hatte, wusste der Detektiv nicht. Zwischen beiden kam es zu einem Gerangel, Rudi R. zog dabei ein Pfefferspray und attackierte damit K. Der aber gewann die Oberhand und konnte den Angreifer überwältigen und der Polizei übergeben.

Später wurde Rudi R. zu einer weiteren Gefängnisstrafe verurteilt, zwei Jahre ohne Bewährung

Damals war Rudi R. mit einem Auto mit Münchner Kennzeichen zum Markt gefahren, ein Auto mit Münchner Kennzeichen spielte auch im Mordfall Vieth eine Rolle. „Da hat es Klick gemacht“, sagt K. Dass die Täter Ortskenntnisse haben mussten, war ein weiteres Teil in dem Puzzle. Und so rief K. bereits am 28. November bei der Kripo an. „Ich habe gesagt, sie sollen den Rudi R. überprüfen. Mein Gespür sagte mir, der ist es.“

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War es der entscheidende Tipp? K. denkt das. Trotzdem bekommt er die ausgelobte Belohnung von 100 000 Euro nicht. Denn, wie Polizeipräsident Gerhard Schlögl in einem Dankesschreiben ausführt, habe sein Hinweis „keine zur Tataufklärung führende Tatsachen beinhaltet“.

Ums Geld geht es M. K. auch gar nicht. Er freut sich über die Verhaftung und die Anerkennung. Und dass er zeigen konnte, dass auch türkischstämmige Bürger ihren Beitrag für die gesamte Gesellschaft leisten wollen.

MC

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