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Ein ICE fährt unter der Hackerbrücke durch. Nach Hamburg dauert es vorübergehend länger.

Ein Überblick

Behinderungen wegen Baustellen: Auf diesen Bahn-Strecken wird es in den nächsten Wochen ungemütlich

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Die Bahn baut auf Hochtouren – und für Fahrgäste wird es auf so einigen Strecken in den kommenden Wochen etwas beschwerlich werden. Ein Überblick.

München - Weit im Norden, zwischen Kassel und Fulda, lauert eine Großbaustelle, die Auswirkungen bis nach München hat. Für 9,8 Millionen Euro werden ab Samstag zwei Wochen lang auf der ICE-Strecke Gleise und Weichen erneuert. Die Folge: Fernzüge ab München müssen Umwege nehmen, die Fahrzeiten verlängern sich um bis zu eine Stunde. Die Bahn lässt die Züge entsprechend früher abfahren, so dass sie an den Hamburger Endbahnhöfen zur gewohnten Zeit ankommen. Beispiel: Der ICE, der normalerweise um 9.14 Uhr nach Hamburg startet, fährt während der Bauzeit schon um 8.38 Uhr in München ab. Alle Fahrplanänderungen sind in den elektronischen Buchungssystemen eingespeist. Kleinere Verzögerungen kann es auch auf der Strecke München-Berlin geben. Grund sind Bauarbeiten zwischen München und Nürnberg, die Fahrzeit in die Hauptstadt kann bis zu zehn Minuten länger dauern.

Strecke München-Allgäu auch betroffen

Auch München-Pendler aus dem Allgäu erwartet in den kommenden Wochen eine nervige Anfahrt. Grund ist die geplante Elektrifizierung der Allgäu-Strecke Geltendorf-Lindau. Die Bahn wird ab kommenden Montag gleich hinter Geltendorf die Strecke sperren. Im Abschnitt bis Buchloe kommt man dann nur mit Bussen voran.

Grund für die Vollsperrung ist der Austausch von acht Weichen im Bahnhof Kaufering und die Tieferlegung eines Gleises unter einer Straßenbrücke. Es muss fast einen Meter nach unten abgesenkt werden, damit Platz für die künftige Oberleitung ist. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten nur bis 22. Juni dauern, die Bahn hat die Sperrung aber bis 2. Juli verlängert.

Östlich der Haltestelle Donnersbergerbrücke gibt es zudem eine Baustelle, die den gesamten Zugverkehr zwischen Hauptbahnhof und Pasing beeinflusst, wie ein Bahnsprecher sagt. Für den geplanten Arnulfsteg, die kombinierte Radfahr- und Fußgängerbrücke, sind schon die Fundamente gegossen worden. Baubeginn war im April.

Nun beginnen die schwieriger zu managenden Arbeiten im Gleisfeld. Dafür ist es notwendig, dass viele Regionalzüge in den kommenden Tagen in München-Pasing enden bzw. beginnen.

Lesen Sie auch: Baustellen sollen Bahnverkehr seltener behindern

Schon am vergangenen Wochenende war das beim Werdenfels-Express aus Garmisch-Partenkirchen und den Regionalzügen aus dem Allgäu der Fall. Welche Zugverbindungen es in den kommenden Wochen trifft, kann man pauschal nicht sagen. „Mal die, mal die“, meint der Bahnsprecher. Die Änderungen sind bei bahn.de gespeichert. Eins ist sicher: „Die S-Bahnen sind davon nicht betroffen.“ Vorerst zumindest nicht. Am September-Wochenende vor Wiesn-Beginn jedoch wird die Stammstrecke extra wegen des Arnulfstegs komplett gesperrt. Ende 2020 soll die 240 Meter lange Brücke fertig sein und die Maxvorstadt mit der Schwanthalerhöhe verbinden.

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