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GDL ruft erneut zum Streik auf: Darauf müssen sich Reisende in Bayern jetzt einstellen

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Von: Clara Marie Tietze

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Bereits aufgrund von Streiks in der vergangenen Woche mussten zahlreiche Verbindungen ausfallen.
Bereits aufgrund von Streiks in der vergangenen Woche mussten zahlreiche Verbindungen ausfallen. © Felix Hörhager/dpa

Bereits vor gut einer Woche rief die Lokführergewerkschaft GDL zu einem landesweiten Streik auf. Nun soll kommende Woche wieder die Arbeit niedergelegt werden.

München - Keine zwei Wochen ist es her, dass ein Großteil der Züge in Bayern still standen. Nun kündigte die Gewerkschaft Deutschter Lokführer (GDL) für die kommende Woche erneut zwei Streiktage im deutschlandweiten Personenverkehr an. Auch die Verbindungen in Bayern sind betroffen. Gestreikt werden soll zwischen Montag, 23. August, um 2 Uhr nachts bis Mittwoch, 25. August, um 2 Uhr nachts. Der Güterverkehr wird bereits ab Samstag, 21. August, um 17 Uhr bestreikt.

GDL-Streik in Bayern: Das müssen Reisende jetzt wissen

Wie auch bei der jüngsten Arbeitsniederlegung rechnet die Bahn damit, dass 25 Prozent der Zugverbindungen aufrechterhalten werden können. Ersatz- und Notfahrpläne sind bereits jetzt in der Bahn-App und auf bahn.de abrufbar. Priorität haben wichtige Verkehrsachsen. Dort ist wieder ein zweistündiges Verbindungsangebot geplant. Im Regionalverkehr peilt die Bahn einen 40-Minuten-Takt an. Für Fragen gibt es ab sofort die kostenlose Streikhotline unter (0 80 00) 99 66 33.

Auch umfangreiche Kulanzregelungen gibt die DB bekannt: „Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 23. bis einschließlich 24. August vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit und können bereits ab 20. August bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden“, heißt es auf der Webseite. Zudem sei die Zugbindung bei Spar- und Supersparpreisen aufgehoben. Eine kostenfreie Erstattung bereits gebuchter Tickets für diesen Zeitraum ist möglich.

Bahnstreik in Bayern: DB rechnet mit 25 Prozent der Verbindungen

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Bahnstreik in Bayern: Wie Reisende trotzdem an ihr Ziel kommen

Privatbahnen wie die Bayerische Oberlandbahn, die Bayerische Regiobahn und die Länderbahn fahren unabhängig vom GDL-Streik. „Unsere Züge fahren ganz normal fahrplanmäßig“, sagte eine Sprecherin der Bayerischen Regiobahn. Allein wenn neben den Lokführern, Zugbegleitern und Servicepersonal auch die Fahrdienstleiter ihre Arbeit niederlegen, kann es bei Privatbahnen zu Verspätungen kommen, erklärte GDL-Sprecher Erik Großmann.

DB-Personalvorstand Martin Seiler hat zum erneuten GDL-Streik eine klare Meinung: „Der zweite angekündigte Ferienstreik ist völlig unnötig und überflüssig. Alles, was es für Lösungen braucht, liegt auf dem Tisch.“ Das kann der bayerische Bezirksvorsitzende der GDL, Uwe Böhm, nicht bestätigen: „Es gab ja keinerlei Angebote ‚Schwarz auf Weiß‘ auf Papier, nur Absichtserklärungen vor Mikrofonen und Kameras.“

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