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Mit dem Schwerlaster wurde das Stangerl transportiert.

Er steht ausgerechnet an der Weser

Das ist Deutschlands größter Maibaum

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München - Der größte Maibaum Deutschlands müsste eigentlich in Bayern stehen. Nichts da! Ein Fan des Freistaats hat an der Weser einen 56 Meter hohes Prachtstangerl aufgestellt.

Wir Bayern haben natürlich die beste Fußballmannschaft der Welt (Stand Freitagmittag), das g’schmackigste Bier und natürlich den höchsten Berg Deutschlands. Nur eines, das haben wir tatsächlich nicht: den größten Maibaum. Ausgerechnet, wo wir doch die Heimat der Prachtstangerl sind! Zefix! Und was doppelt schmerzt – der größte, der Super-Maibaum, 56 Meter hoch – thront an der Weser. Ganz oben, in Abbehausen bei Bremerhaven.

Und zwar nur wegen des Hoteliers Udo Venema. Der und sein Team vom Landhotel Butjadinger sind – klar – Riesenfans vom Freistaat. Und so entstand aus einem Stammtischscherz im Jahr 1985 die Idee, einen Maibaum im hohen Norden aufzustellen. Und weil Venema ranklotzt, sollte es auch gleich der größte sein. Sein Maibaum ist seither weit über die Region hinaus bekannt. Heuer stammt er aus dem Schwarzwald, geschlagen wurde die Douglasie in einem Forst bei Lautenbach. Doch erst im oberbayerischen Pfaffenhofen wurde das Stangerl so hergerichtet, dass es auch als echter Maibaum durchging. Immerhin!

Die goldenen Regeln beim Maibaum-Stehlen

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Dann kam das Gerät Anfang Mai mit einem Schwerlaster von der Holledau nach Abbehausen. Begleitet wurde das Stangerl von einer Trachtenabord-ung nebst echtem Bier und Blechkapell’n. Es sollte ja ein Riesenaufbaufest steigen, also Oktoberfest im nördlichen Frühling. Venema weiß nämlich: „Die Leute lieben unser Festzelt. Ganze 4000 kamen dann auch.“ Um den Maibaum herum wurden dann in Lederhosn die Dirndl (also die Frauen) gedreht, geplattelt, gejodelt und gejuchzt! Einige Nordlicher plattelten glatt gleich mit – was für eine Völkerverständigung! Logisch, das da der sechste Maibaum für Udo Venemas Hotel nicht der letzte bleiben wird.

aw

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