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Nach dem Aufnahmestopp in der Münchner Bayern-Kasern befürchtet das Diakonische Wert katastrophale Folgen für Asylsuchende.

Diakonie warnt

Katastrophale Lage in Asylbewerberheimen

Nürnberg - Wegen drei Masern-Fällen werden in der Münchner Bayern-Kaserne keine Flüchtlinge mehr aufgenommen. Die Diakonie befürchtet nun katastrophale Folgen für die Asylsuchenden.

Nach dem Aufnahmestopp in der Münchner Bayern-Kaserne befürchtet das Diakonische Werk katastrophale Folgen für die Flüchtlingsunterbringung in Bayern. Die Entscheidung, wegen drei Masern-Fällen vorübergehend keine Asylsuchenden mehr aufzunehmen, „bringt das gesamte System der Flüchtlingsaufnahme ins Wanken“, warnte der stellvertretende Vorsitzende des Diakonischen Werks Bayern, Tobias Mähner, am Mittwoch.

Täglich kämen rund 100 Asylsuchende nach Bayern. Der Aufnahmestopp in München führe dazu, dass die einzige andere, ebenfalls überfüllte Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf weiter überlastet werde. „Die Folgen für die Asylsuchenden sind katastrophal“, sagte Mähner.

In Zirndorf würden die Flüchtlinge inzwischen in Mannschaftszelten untergebracht - mit dramatischen Folgen für die sanitären und sozialen Wohnverhältnisse. Nach Berichten von Diakonie-Mitarbeitern vor Ort litten besonders Kranke, Behinderte und Familien mit Kindern unter der Situation, berichtete Mähner in einer Mitteilung. Als Konsequenz fordert er eine stärkere Hilfe des Bundes. Dieser solle umgehend leerstehende Gebäude und Gelände bereitstellen.

dpa/lby

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