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Diakonie-Chef wirft Staatsregierung mangelnde Armutsbekämpfung vor

Nürnberg - Der Präsident des Diakonischen Werks, Ludwig Markert, hat der bayerischen Staatsregierung mangelnde Armutsbekämpfung vorgeworfen. Zugleich hat er seine Forderung nach einer größeren Wertschätzung von sozialen Dienstleistungen erneuert.

Der Präsident des Diakonischen Werks, Ludwig Markert, hat der bayerischen Staatsregierung mangelnde Armutsbekämpfung vorgeworfen. Zur Begründung wies Markert auf den Entwurf des Doppelhaushalts 2009/2010 hin. Dort finde sich keine Zeile, wie sie etwa die steigende Kinderarmut im Freistaat bekämpfen wolle, betonte Markert in einer am Dienstag in Nürnberg verbreiteten Erklärung. Schon jetzt lebten bundesweit 2,5 Millionen Kinder von Hartz IV - "und ihre Zahl wird angesichts der Wirtschaftskrise steigen", schätzt Markert, der zugleich Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAGFW) ist.

Zwar sei die Höhe der Hartz-IV-Leistungen Bundessache. "Der Freistaat könnte aber mit gutem Beispiel vorangehen und das Versprechen des Ministerpräsidenten, in Ganztagsschulen ein kostenloses Mittagessen anzubieten, umgehend wahr machen", sagte Markert. Offen sei auch nach wie vor, ob die Mittel für die Insolvenzberatung aufgestockt würden. "Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass die Mittel für die Insolvenzberatung nicht ausreichen, die Wartezeiten lang und die finanziellen Belastungen für die Anbieter enorm sind", ergänzte der AWO-Vorsitzende und stellvertretende LAGFW- Vorsitzende Thomas Beyer.

Markert erneuerte zugleich seine Forderung nach einer größeren Wertschätzung von sozialen Dienstleistungen. Die Beschäftigten der sozialen Dienste leisteten wertvolle Arbeit. Dies müsse entsprechend honoriert werden, sagte Markert. Die bisherige Entlohnung der Kräfte reiche nicht aus. Der bayerische Diakonie-Chef geht davon aus, dass der Bedarf an Mitarbeitern in den kommenden Jahren massiv ansteigen werde. "Gleichzeitig wird der Kampf um Fachkräfte zunehmen", prognostizierte er. Derzeit stünden mehr als 170 000 Menschen in den Diensten der freien Wohlfahrtspflege.

dpa

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