Taucher in Dietfurt tödlich verunglückt.
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Taucher in Dietfurt tödlich verunglückt.

Unglück in Bayern

Drama in Höhle: Mann stirbt bei Tauchgang - Polizei nennt beklemmende Details, Kollegen rätseln

  • Katharina Haase
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  • Lukas Schierlinger
    Lukas Schierlinger
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Schrecklicher Tauchunfall in Dietfurt (Bayern): Ein Mann kam in einer Höhle ums Leben. Seine Begleiter konnten ihm nicht mehr helfen.

  • Ein „gesundheitliches Problem“ hat einen tragischen Tauchunfall im oberpfälzischen Dietfurt ausgelöst.
  • Dabei kam ein Höhlenforscher ums Leben, wie die Polizei bestätigt hat.
  • Am späten Samstagnachmittag (6. Februar) hatte der komplizierte Rettungseinsatz begonnen.

Update vom 7. Februar, 11.32 Uhr: Bei dem tödlichen Drama um einen verunglückten Höhlenforscher aus Dietfurt dringen weiter neue Details ans Licht. So sei der bei einem Tauchunfall in der Oberpfalz tödlich verunglückte 57-Jährige von seinen Kameraden mit Wasser in der Lunge aus einer Engstelle gezogen worden.

Der 57-Jährige sei der Schlussmann der vierköpfigen Gruppe gewesen, heißt es laut dpa-Informationen. Nach einem engen Durchschlupf in einem etwa sechs Meter langen, wassergefüllten Siphon tauchte er nicht wieder auf. Bislang konnte nicht geklärt werden, warum der erfahrene Taucher trotz Maske und Pressluftflasche Wasser einatmete. Er starb noch während des Rettungsversuchs durch seine Tauchkollegen am Samstagabend.

Dietfurt: Höhlenforscher bei Tauchunfall tödlich verunglückt - Kameraden versuchten noch, ihn zu retten

Die vier Männer bildeten laut dpa ein ehrenamtliches Team des überregional organisiertenVereins „Die Mühlbachquellhöhle und die Karstgruppe Mühlbach“. Sie hatten in dem Höhlensystem in der Fränkischen Alb anstehende Färbeversuche vorbereitet, die Klarheit über den unterirdischen Verlauf des versickernden Oberflächenwassers in dem Karstgebiet bringen.

Die Tragik des Unfalls, der sich an einer Stelle ereignete, die dem Team bereits gut bekannt war, ist groß. Der Sprecher des zuständigen Höhlenforschungsvereins, Christian Schöffel sagte der dpa: „Keiner geht alleine in die Höhle, keiner macht das, um sich einen Kick zu holen. Das sind klar koordinierte Forschungsbefahrungen.“ Die Aufklärung des Unglücks könnte somit noch einige Zeit andauern.

Update vom 7. Februar, 7.05 Uhr: Nach dem Höhlendrama in der Oberpfalz gibt es inzwischen neue Erkenntnisse: Wie die Polizei am Sonntagmorgen berichtet, war eine vierköpfige Gruppe aus erfahrenen Höhlentauchern gegen 16 Uhr zu Forschungszwecken in eine mehrere Kilometer lange Höhle gestiegen. Dabei verunglückte ein 57-jähriger Mann tödlich.

Einer der vier Männer kehrte umgehend zum Eingang der Höhle zurück und verständigte die Rettungskräfte. Die anderen beiden Begleiter leisteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen. Sie konnten dem Mann aber nicht mehr helfen. Wie sich gegen 20.30 Uhr herausstellte, war der 57-Jährige noch in der Höhle verstorben. Sein Leichnam wurde geborgen. Die anderen drei Taucher konnten ersten Erkenntnissen zufolge körperlich unversehrt aus der Höhle gebracht werden. Sie wurden im Anschluss betreut. Bis in die späten Abendstunden hinein waren etwa 200 Rettungskräfte im Einsatz. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm noch vor Ort die Ermittlungen. Der genaue Unfallhergang sowie die Ursache sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Update 6. Februar, 22.16 Uhr: Tragisches Update zum Einsatz in Dietfurt: Der in Not geratene Forscher sei in der Höhle gestorben, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz soeben mit. Weitere Details zum Unfallhergang in der Höhle und dem Opfer blieben zunächst offen.

Tauchunfall in Dietfurt: Forscher gerät in 700 Metern Tiefe in Not

Ursprungsmeldung (6. Februar, 22 Uhr): Dietfurt - Nach einem Tauchunfall in einer Höhle in Dietfurt (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) versuchen Rettungskräfte den Verletzten zu bergen. „Da ist eine Gruppe von Tauchern in ein Höhlensystem eingestiegen“, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Samstag. „Einer dieser Taucher hat dann wohl gesundheitliche Probleme bekommen.“

Ein anderer aus der Gruppe sei daraufhin zurückgekehrt und habe gegen 16 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. „Jetzt sind Rettungskräfte im Höhlensystem, die diesen Bergungseinsatz fortführen“, sagte der Sprecher. Offenbar befindet sich die Gruppe, bei deren Mitglieder es sich um Höhlenforscher handelt, in 700 Metern Tiefe.

„Gruppe von Tauchern in Höhlensystem eingestiegen“: Aufwändiger Rettungseinsatz in Bayern

Der Unfall ereignete sich im System der Mühlbachquellhöhle in der Fränkischen Alb, einer der längsten und zum Teil mit Wasser gefüllten Höhlensysteme Deutschlands. Insgesamt sind mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wird derzeit versucht, eine Telefonverbindung zur Tauchergruppe aufzubauen. (lks/dpa)

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