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Eine mit der Mordwaffe baugleiche Pistole

„Döner-Morde“ heute bei Aktenzeichen XY

München/Nürnberg - Acht Morde an türkischen und griechischen Kleinunternehmern: Die sogenannten Döner-Mord sind noch immer nicht geklärt. Von der Sendung "Aktenzeichen XY" erhofft sich die Polizei nun entscheidende Hinweise.

Halim Kilicm sortierte vielleicht gerade das Gemüse in der Auslage oder polierte seine Theke – genau weiß das niemand. Der 38-Jährige war allein in seinem Münchner Gemüseladen, als ein Unbekannter am helllichten Tag in seinen Laden stürmte und ihn eiskalt per Kopfschuss ermordete. Genauso erging es acht weiteren türkischen und griechischen Kleinunternehmern in Deutschland zwischen 1999 und 2006. Heute rollt die Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ die „Döner-Mordserie“ um 20.15 Uhr im ZDF noch einmal auf.

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Das Bundeskriminalamt erhofft sich von der heutigen Sendung neue Hinweise aus der Bevölkerung, um dem kaltblütigen Mörder endlich auf die Spur zu kommen. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Tatwaffe. „Alle neun Opfer wurden mit einer Pistole der Marke Ceska mit Schalldämpfer erschossen“, teilt Sandra Clemens von der Pressestelle des BKA mit. Die Ermittler konnten mittlerweile die Herstellungsserie identifizieren, aus der die Tatwaffe stammt – diese besteht aus nur 24 Stück. 16 Pistolen konnte die die BKA-Ermittlungsgruppe „Ceska“ bereits ausfindig machen und durch Schussversuche im Labor mit den Spuren an den Tatorten vergleichen. Die Tatwaffe war bisher aber nicht darunter.

Von acht Waffen der Herstellungsserie fehlt jedoch bisher jede Spur. „Die zentrale Frage der Sendung wird sein, ob jemand Hinweise darauf geben kann, wo sich diese fehlenden Waffen befinden“, so Clemens. Uwe Deetz, Leiter der BKA-Einsatzgruppe „Ceska“, werde heute Abend die „vielversprechenden neuen Erkenntnisse“ vorstellen, kündigte gestern die „Aktenzeichen“-Redaktionsleiterin Ina-Marie Reize an. Dabei werden auch die Seriennummern der gesuchten Waffen genannt.

Schon zwei Mal beschäftigte sich die ZDF-Sendung mit den „Döner-Morden“, zuletzt 2006. Damals gingen zwar zahlreiche Hinweise beim BKA ein, vom Mörder fehlt aber weiter jede Spur. Noch immer ist unklar, ob es sich um einen Einzeltäter – möglicherweise mit rassistischen Motiven – oder eine kriminelle Vereinigung handelt. Vielleicht bringt der heutige Abend aber endlich Licht in eine der größten ungeklärten Mordserien der deutschen Kriminalgeschichte.

sw

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