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Mit einer Waffe wie dieser wurden die Opfer erschossen.

Döner-Morde: Zahlreiche Hinweise bei "Aktenzeichen XY"

Wiesbaden/München - Im Fall der sogenannten Dönermord-Serie hat die Fernsehfahndung den Ermittlern noch nicht den erhofften Durchbruch gebracht.

"Auf den ersten Blick ist die heiße Spur scheinbar nicht dabei", sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamts (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden. Es seien nach Ausstrahlung des Beitrags in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend aber zahlreiche Hinweise eingegangen. Das BKA gehe diesen nun nach. "Da sind noch Überprüfungen erforderlich in einzelnen Fällen", sagte die Sprecherin.

Die Bluttaten gelten als die größte ungeklärte Mordserie Deutschlands. In den Jahren 2000 bis 2006 waren acht Türken und ein Grieche immer mit derselben Waffe erschossen worden. Die Pistole der Marke Ceska mit dem Kaliber 7,65 mm ist bislang die einzige Verbindung zu allen Taten. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie zu einer Lieferung von 24 Pistolen desselben Typs gehörte, die 1993 von dem tschechischen Hersteller an einen Schweizer Waffenimporteur verschickt wurde. Die meisten Pistolen aus dieser Lieferung konnten die Beamten aufspüren und als Tatwaffe ausschließen. Acht Waffen sind aber bislang nicht auffindbar.

Drei der Tatorte waren in Nürnberg, ein Opfer starb in München. Die blutige Spur zog sich außerdem nach Hamburg, Rostock, Dortmund. Zuletzt wurde im April 2006 der 21-jährige Betreiber eines Internetcafés in Kassel erschossen. Die Taten wurden als "Döner-Morde" bekannt, da es sich bei allen Opfern um Kleinunternehmer wie Gemüsehändler oder Dönerverkäufer handelte.

dpa

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