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Kardinal Gerhard Ludwig Müller.

Meldungen über Straftaten „ordnungsgemäß behandelt“

Domspatzen-Skandal: Müller sieht keine Basis für Anschuldigungen

Rom - Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller sieht sich im Missbrauchsskandal um die Regensburger Domspatzen zu unrecht kritisiert. Der Kardinal weißt den Vorwurf zurück, er habe die Aufklärung verschleppt.

„Es gibt keine Basis für die Anschuldigungen, ich hätte die Aufarbeitung verschleppt, das Gegenteil ist der Fall“, sagte Müller am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Rom. Der 69-Jährige, der bei Bekanntwerden der Gewalttaten 2010 Bischof in Regensburg war, hatte eine Aufarbeitung in die Wege geleitet. Diese war aber laut Abschlussbericht, der am Dienstag vorgestellt worden war, mit vielen Schwächen behaftet, etwa weil nicht der Dialog mit den Opfern gesucht worden sei.

„Wir haben den Aufarbeitungsprozess von Null an initiiert und reagiert, indem wir die Meldungen weitergeleitet haben, was vorher nicht so möglich war, weil die Domspatzen eine eigenständige Stiftung sind.“ Die Meldungen über Straftaten seien bis zu seinem Weggang „ordnungsgemäß behandelt worden“. Müller war auf Berufung von Papst Benedikt XVI. 2012 nach Rom gegangen, wo er bis Anfang Juli 2017 der mächtigen Glaubenskongregation des Vatikans vorstand.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hatte Müller am Mittwoch in der „Passauer Neuen Presse“ aufgefordert, sich bei den Betroffenen für die „verschleppte Aufarbeitung“ zu entschuldigen. „Ich fordere ihn auf, sich für die unwahren Behauptungen von Verschleppung zu entschuldigen und diese abzustellen“, sagte Müller.

dpa

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