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Mit einem Baumstamm hat ein Asylbewerber vor dem Ankerzentrum in Donauwörth mehrere Autoscheiben eingeschlagen.

Video kursiert im Netz

Asylbewerber randaliert auf Parkplatz und schlägt Scheiben ein - wer zahlt die Schäden an den Autos?

Vor dem Ankerzentrum in Donauwörth hat ein junger Asylbewerber randaliert und mehrere Autoscheiben eingeschlagen. Video-Aufnahmen kursieren im Netz.

Update vom 12. Juli 2019, 14.07 Uhr: Der 19-Jährige wurde am Freitagvormittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Der Richter erließ den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl wegen zwölffacher Sachbeschädigung und setzte ihn in Vollzug. Mittlerweile befindet sich der Asylbewerber in Untersuchungshaft, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Durch die Randale des 19-Jährigen entstand ein geschätzter Schaden von rund 50.000 Euro. Fast alle beschädigten Autos mussten abgeschleppt werden. Wer kommt nun für die Schäden an den Autos der Mitarbeiter des Ankerzentrums auf? Wie die Augsburger Allgemeine weiter berichtet, werde dies von den Versicherungen der Geschädigten übernommen - zumindest für Voll- und Teilkasko-Versicherte. Unter Umständen würde die Selbstbeteiligung abgezogen.

Ursprungsartikel: Asylbewerber randaliert auf Parkplatz und schlägt Scheiben ein

Donauwörth - Am Mittwochmorgen hat ein Asylbewerber aus Nigeria auf dem Gelände des Ankerzentrums in Donauwörth randaliert. Mit einem Baumstumpf schlug der 19-Jährige die Scheiben von zwölf Autos auf dem angrenzenden Parkplatz ein. Gegen 8.50 Uhr war die Polizei vom Sicherheitspersonal alarmiert worden. Aufnahmen des Ausrasters kursieren seitdem im Netz.

Ein Sprecher der Polizei Augsburg bestätigte, dass es sich bei den beschädigten Autos um Fahrzeuge von Mitarbeitern des Ankerzentrums handelt. Derzeit werde geprüft, wer den Ausraster des 19-Jährigen auf Video festgehalten hat. Offenbar wurde der Mann durch ein Fenster des Gebäudes im Ankerzentrum gefilmt. Das berichtet unter anderem der Bayerische Rundfunk.

Donauwörth: Asylbewerber randaliert - Scheiben mit Baumstumpf eingeschlagen

Auf dem Video, das inzwischen tausendfach - auch auf einschlägigen Seiten - im Netz geteilt wurde, ist zu sehen, wie der junge Mann mit einem armdicken Baumstumpf Front- und Heckscheiben der geparkten Autos einschlägt. Dabei springt er auch auf den Motorhauben zweier Fahrzeuge herum. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 50.000 Euro.

Was die Randale des 19-Jährigen ausgelöst hat, ist bislang unklar. Da er bei seiner Festnahme einen „verwirrten“ Eindruck gemacht habe, sei er laut Polizei zu einer ärztlichen Begutachtung ins Krankenhaus gebracht worden. Laut Behörden sei der Mann aus Nigeria derzeit nicht im Donauwörther Ankerzentrum untergebracht, sondern in einer Dependance in Augsburg. Zuvor habe der 19-Jährige jedoch bis April 2019 in der Donauwörther Unterkunft gewohnt, erklärte die Regierung von Schwaben.

Video aus Donauwörth kursiert im Netz - Polizei prüft „strafrechtlich relevante“ Kommentare

Die Polizei versucht nun herauszufinden, welche Mitglieder des Sicherheitspersonals während des Vorfalls am Ankerzentrum vor Ort waren. Womöglich sei es für sie zu gefährlich gewesen, während des Vorfalls einzugreifen.

Gegenstand der Ermittlungen seien auch einige Kommentare, die im Zusammenhang mit der Videoaufnahme in den sozialen Medien aufgetaucht seien. Ein Teil dieser sei „strafrechtlich relevant“, erklärte ein Polizeisprecher.

mm/tz

Im Mai war in einem Ankerzentrum in Regensburg eine Frau tot aufgefunden worden. Es fand ein Großeinsatz der Polizei statt, Beamte wurden attackiert. Vor dem Ankerzentrum in Deggendorf kam es zu einer Schlägerei. Die Polizei musste eingreifen - dabei wurde auch ein Polizeibeamter verletzt.

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