Flüchtlingsprotest Donauwörth
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“Justice we need“ stand auf diesem Transparent - Die Asylbewerber forderten „Gerechtigkeit“ und wollten nach Italien ausreisen. 

Regierungssprecher will vermitteln

Nach spontanem Ausreiseversuch: Situation in Erstaufnahme bleibt weiter angespannt

Am Montagabend kam es zu einer angespannten Situation am Bahnhof der schwäbischen Stadt Donauwörth. Rund 150 abgelehnte Asylbewerber wollten nach Italien reisen. 

Update 13.02.2018, 15.08 Uhr: 

Vertreter der schwäbischen Regierung, der Zentralen Ausländerbehörde und Sprecher der gambischen Flüchtlinge sind heute in der Donauwörther Erstaufnahme zu einem Gespräch zusammengekommen. Das berichtet der Bayerische Rundfunk.

Laut Regierungskreisen wurden den 150 Gambiern dabei Möglichkeiten aufgezeigt, legal aus der Bundesrepublik auszureisen. 

Künftig will man statt acht nur noch sechs Männer gemeinsam in einem Zimmer unterbringen, kündigte der Regierungssprecher Änderungen im Zusammenleben in der Erstaufnahme an. Offenbar zeigten sich die Abgesandten der Gambier nicht sonderlich begeistert vom Gesprächsangebot der Behörden.

Die Lage in Donauwörth bleibt vorerst angespannt. Polizeikräfte stehen bereit, falls sich die Stimmung erneut aufheizen sollte.

Asylbewerber wollen auf eigene Faust ausreisen

Donauwörth - Nach einem spontanen Ausreiseversuch sind rund 150 Flüchtlinge in ihre Unterkunft in Donauwörth zurückgekehrt. Die gesamte Gruppe ging am Montagabend friedlich vom Bahnhof in die Erstaufnahmeeinrichtung, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Flüchtlingsprotest in Donauwörth

Die Flüchtlinge aus Gambia hatten versucht, mit dem ICE auf eigene Faust nach Italien auszureisen, nachdem ihre Asylanträge abgelehnt worden waren. Der Polizeieinsatz vor dem Bahnhof dauerte mehrere Stunden. Die Regierung von Schwaben sei eingeschaltet worden, um mit den Flüchtlingen zu verhandeln und die „aufgeheizte Stimmung“ zu beruhigen, hieß es. Die Verhandlungen sollten am nächsten Tag fortgesetzt werden.

Strikte Abschiebungen? Das plant Bayern mit Flüchtlingen

Der Zugverkehr in Donauwörth musste unterbrochen werden. 

Der Zugverkehr in der schwäbischen Stadt wurde nach Angaben der Polizei aus Sicherheitsgründen für mehr als eine Stunde eingestellt. Danach fuhren die Züge nur langsam ein. Die Behörden fürchtete, dass es zu einem Unfall kommen könnte, falls ein Flüchtling über die Gleise laufen sollte.

Video: Wie entscheiden Beamte die Abschiebung von Asylbewerbern?

Lesen Sie auch auf merkur.de: Claudia Stamm will Asylbewerber für Pflegeberufe gewinnen

dpa

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