Yam L., Isis D. und  Larissa B. (von links)

Rätselhafte Häufung im Allgäu

Drei junge Frauen – einfach verschwunden

München - Die Polizei im Allgäu befasst sich derzeit mit gleich drei Vermisstenfällen, bei denen das Verschwinden von drei Frauen durchaus Gemeinsamkeiten aufweist.

Die drei jungen Frauen haben durchaus Gemeinsamkeiten – das Alter etwa: 21, 23 und 25 Jahre alt. Auch von der Statur her sind sie sich ähnlich. Dazu wirken sie alle attraktiv, lebenslustig und weltoffen – und doch sind sie plötzlich auf unerklärliche Weise binnen weniger Tage verschwunden. Einfach so. Die Polizei im Allgäu befasst sich derzeit mit gleich drei Vermisstenfällen, wobei einer der Fälle im benachbarten Reutte anzusiedeln ist, er aber ins Allgäu hineinreichen könnte:

Seit dem 12. September – es war also vor einer Woche – wird in Immenstadt die 23-jährige Israelin Yam Levy vermisst, zuletzt wurde die Touristin im Bereich der Sommerrodelbahn gesehen.

Larissa wurde erwürgt: Hier geht's zu den Bildern

Larissas Leiche wurde aus dem Inn geborgen

Vergangenen Montag, dem 9. September, gab es das letzte Lebenszeichen von Isis D. aus Memmingen, als sei beim Geldabheben war. Seither gibt es nichts, was auf den derzeitgen Verbleib der jungen Frau schließen lässt. Und nun kommt ein Fall aus dem benachbarten Reutte hinzu: Larissa Biber (21) hatte sich am Samstag um 3.30 Uhr bereits in der Wohnung ihres Freundes aufgehalten. Sie wollte noch schnell etwas aus dem Auto holen, doch zurück kam sie nie. Auch Larissa gilt jetzt als verschollen. Der Leiter ders Tiroler Landeskriminalamts, Walter Pupp: „Man muss davon ausgehen, dass etwas Schlimmes passiert ist.“

Haben die Fälle miteinander zu tun? Robert Graf, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West: „Hinweise darauf haben wir momentan nicht.“

Fall 1: Isis D.

Es ist Montag, der 9. September, als Isis D. gegen 13 Uhr zu einem Bankomaten in der Memminger Innenstadt geht. Die hübsche Frau hebt Geld ab – dann verliert sich jede Spur von der 25-Jährigen. Ist die junge Frau auf eigene Faust unterwegs? Dagegen spricht, dass die Polizei wenig später ihr Handy in ihrer Wohnung sicherstellt. Auch hat die junge Frau sonst nichts mitgenommen. Zudem besitzt sie kein Auto und ihr Fahrrad fand sich auch Zuhause.

Fall 2: Yam L.

Die israelische Staatsbrügerin Yam L. (23) stieg in Immenstadt in einem Gasthof ab. Die junge Frau war vorher in München gewesen, nun wollte sie die Berge genießen. Am Donnerstag letzte Woche wollte sie eigentlich wieder abreisen, doch sie erschien nicht an der Rezeption. Im Gasthof selbst war sie zwei Tage zuvor beim Frühstück zuletzt bemerkt worden, da hatte sie erklärt, zum Nebelhorn zu wollen. Einen Tag später, also am Mittwoch, wurde sie beim Bergwandern oberhalb von Immenstadt gesehen, in Begleitung von zwei jungen Männern und einer Frau. Diese könnten Urlauber gewesen sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war sie auch an der Rodelbahn Alpsee-Coaster.Von da an gibt es keine Spur mehr. Die Polizei hat das Gebiet abgesucht und ist es mit dem Hubschrauber abgeflogen, derzeit führt sie im Ort Befragungen durch. Ihre Eltern sind inzwischen angereist, mit ihnen ein Detektiv.

Fall 3: Larissa B.

Der Fall der Larissa B. (21) steckt voller Rätsel. Die junge Frau aus Reutte war mit ihrem Freund am Samstag auf Lokaltour in Innsbruck gewesen, bei ihm Zuhause ging sie gegen 3.30 Uhr noch schnell vor die Tür – mit dem Hinweis: „Bin gleich wieder da.“ Seither gibt es keine Spur von ihr. Dass sie verschwindet, sei für ihr Verhalten völlig untypisch. „Das macht die Situation besorgniserregend“, sagte Walter Pupp, Leiter des Tiroler Landeskriminalamts.

Larissa B., die sich auch im Allgäu aufhalten könnte, ist 1,60 Meter groß, besitzt eine zierliche Figur, hat braune Augen und lange dichte braune Haare. Sie war zuletzt mit einer schwarzen langärmeligen Bluse, einer beigen langen Hose sowie schwarzen Stiefeln bekleidet. Auffallend ist ein größerers Tattoo mit einem Anker, einem Stern und einem Herz hinter dem Ohr. Außerdem hat sie den rechten Nasenflügel und die Zunge gepierct.

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