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Die Bienen in Bayern sind zunehmend gefährdet.

Imker fürchten Schäden

Drei neue Schädlinge im Anflug: Gefahr für Bienen

Veitshöchheim - Die bayerischen Imker blicken gespannt in den Süden Europas. Zwei Schädlinge richten dort bei Bienen Schäden an. Doch Gefahr droht auch direkt vor der eigenen Haustür.

Fliege, Hornisse und Käfer - die Imker müssen sich auf neue Gefahren für ihre Bienen einstellen. „Wir haben drei neue Schädlinge im Anmarsch - den kleinen Beutenkäfer, die asiatische Hornisse und die Kirschessigfliege“, sagte die Bienenexpertin der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) im fränkischen Veitshöchheim, Ingrid Illies, der Deutschen Presse-Agentur. Während Käfer und Hornisse noch in Italien ihr Unwesen treiben, fliegt die Kirschessigfliege bereits direkt vor der Haustür der Imker.

Die Fliege, die am liebsten überreife rote Früchte ansticht und darin ihre Eier ablegt, bringt gleich auf zwei Wegen Gefahren mit sich. „Der austretende süße Saft ist für die Bienen besonders reizvoll, wenn sie keine andere Tracht mehr finden“, so die stellvertretende Leiterin der LWG-Fachabteilung Bienen. Das führt dazu, dass sie süßen Fruchtsaft sammeln und so den Honig für den Imker unbrauchbar machen. „Damit wird der Honig verfälscht und der Imker bekommt Probleme mit der Vermarktung, weil es kein reiner Honig mehr ist.“

Giftige Pflanzenschutzmittel

Aber das sei fast noch das geringere Problem. „Schwieriger sind die Pflanzenschutzmittel, die direkt auf die Früchte ausgebracht werden“, sagte die Biologin. Die seien nicht immer ungefährlich für Bienen. Die Imker fürchten, dass sie aufgrund der Insektizide einen Teil des Volkes verlieren könnten.

Da die Fliege erst seit wenigen Jahren eine Bedrohung für den Obstbau ist, wissen die Experten noch zu wenig über das Tier. „Aber es laufen gerade große Projekte. Wir hoffen, dass es eine Möglichkeit gibt, die Fliege über einen Köder einzufangen.“

Zur mittelfristigen Bedrohung für die Bienen könnte auch der aus Südafrika stammende kleine Beutenkäfer werden. Er schädigt die Bienen direkt im Stock. In den Ritzen und Spalten des Bienenstocks legt das Tier, das bislang nur im Süden Italiens zu finden ist, seine Eier ab. Die Larven fressen schließlich Vorräte und Brut der Bienen auf. „Bislang ist der Käfer eingedämmt. Er ist noch nicht hier und wir hoffen, dass wir noch ein bisschen Luft haben“, so Illies.

Die Asiatische Hornisse fliegt dagegen bereits vor den Landesgrenzen. 2014 wurde das erste Tier in Freiburg gesehen. „Bei ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit ist davon auszugehen, dass wir sie schon im nächsten Jahr hier haben.“ Wie die heimische Hornisse jagt das exotische Insekt Bienen. Nur viel effektiver. „Die scheinen sich abzusprechen, entscheiden sich für ein Bienenvolk, überwachen das aus der Luft und fangen alle heimkehrenden Bienen ab.“

Die LWG will den bayerischen Imkern am 12. Juli in Veitshöchheim die neuen Schädlinge vorstellen. „Wir wollen die Imker rechtzeitig informieren, damit sich darauf einstellen können und nicht in Hysterie verfallen“, sagte Illies.

dpa

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