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Der Ort der beiden Suizide: Das Landsberger Gefängnis.

In drei Tagen zwei Selbstmorde in der JVA Landsberg

Landsberg – Schreckliche Ereignisse in der JVA Landsberg: Binnen drei Tagen wurden zwei Insassen tot in ihren Zellen aufgefunden.

Beide hatten sich erhängt. Sowohl der 21-jährige Türke als auch der 28-jährige Deutsche saßen laut Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck wegen Drogendelikten hinter Gitter. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat die Ermittlungen übernommen, um die Umstände des Suizid zu klären. Derzeit schließe man ein Fremdverschulden aus, sagt Pressesprecher Matthias Nikolai.

JVA-Leiterin Monika Groß: "Eine Suizid-Gefahr war in beiden Fällen nicht zu erkennen." Foto: kb

Letzte Gewissheit soll aber noch eine Obduktion bringen. Hinweise auf eine Suizidgefahr habe es bei den beiden Opfern nicht gegeben, erklärt Anstaltsleiterin Monika Groß. Zwar seien beide in psychiatrischer Behandlung gewesen, doch habe diese keine Verdachtsmomente ergeben. Dass sowohl der 21-Jährige als auch der 28-Jährige in Einzelzellen untergebracht waren, sei gängige Praxis. „In Landsberg gibt es viele Einzelzellen. Zudem wünschen sich die meisten Gefangenen auch eine Zelle für sich alleine.“ Verhindern können hätte man die Taten nur, wenn die Gefahr im Vorfeld bekannt gewesen wäre, sagt Groß. „Dann hätten wir die Gefangenen in eine Doppelzelle verlegt oder per Video überwacht.“ In der JVA Landsberg sind es die ersten Fälle von Selbsttötung, seit Groß 2006 die Leitung übernahm.

Christoph Peters

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