Mit Sekt und Schnaps ins Eiswasser

Randersacker/Ebermannstadt - Wer traut sich? Bei Wassertemperaturen um zwei Grad wollen am Donnerstag  wieder Schwimmer in die Fluten von Main und Wiesent springen - inklusive schwimmender Bar.

Das Dreikönigsschwimmen in Randersacker bei Würzburg und im oberfränkischen Ebermannstadt (Landkreis Forchheim) ist seit langem Tradition, egal wie eiskalt die Flüsse auch sind. In Randersacker erwartet der unterfränkische Bezirksverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft 120 bis 140 Teilnehmer, sagte Vorstand Michael Germer am Dienstag in Würzburg.

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“Je kälter es ist, desto mehr Schwimmer kommen“ - warum, wisse er auch nicht. Ohne einen Neoprenanzug sollte allerdings niemand das winterliche Bad wagen. “Zwischen dem Neoprenanzug und der Haut bildet sich beim Einstieg ins Wasser eine Wasserschicht, die sich durch die Körperwärme schnell erwärmt“, erklärte Germer.

Nur so könnten es die Schwimmer - sie sind meist zwischen 10 und 80 Jahre alt - in den eiskalten Fluten überhaupt aushalten. Das Dreikönigsschwimmen im Main findet zum 30. Mal statt. Die Sportler können sich zwischen einer Kurzstrecke von zweieinhalb Kilometern und einer längeren Strecke von fünf Kilometern entscheiden. Mainabwärts geht es für alle dann Richtung Würzburg. Der Startschuss für die längere Strecke wird um 13.30 Uhr fallen.

Eine halbe Stunde später sollen diejenigen in den Main springen, die sich für die kürzere Strecke entschieden haben. Ziel ist die Löwenbrücke in Würzburg. Dort warten dann Helfer mit heißem Tee.

Im oberfränkischen Ebermannstadt wollen die mit Flossen ausgerüsteten Schwimmer gegen 16.00 Uhr die Wiesent zweieinhalb Kilometer flussabwärts zurücklegen. Die Sportler halten dabei traditionell Fackeln in ihren Händen und ziehen eine schwimmende Bar hinter sich her - ausgestattet mit Sekt und Schnaps.

dpa

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