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Dirk Walter.

Gipfel ohne Ergebnis

Kommentar zur dritten Startbahn am Flughafen: Kein Plan

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Der Gipfel zur dritten Startbahn in München hat kein Ergebnis gebracht. Keine Überraschung eigentlich. Die Zukunft ist dennoch nicht schwarz. Ein Kommentar.

München - Die Startbahn-Gegner können vorerst aufatmen. Der mit großem Pomp angekündigte kleine Startbahn-Gipfel am Sonntag in der Staatskanzlei hat bei Lichte betrachtet wenig Neues gebracht. Vor allem ist weiterhin kein Plan erkennbar, mit dem der Stadt München ein Ja zum Bau der Flugpiste abgetrotzt werden könnte. Ein neuer Bürgerentscheid der Stadt ist vorerst nicht in Sicht – und erzwingen kann ihn die Staatsregierung nicht. Einen anderen Weg hat sich die CSU selbst verbaut: Die Umwandlung des Flughafens in eine Aktiengesellschaft (mit dem Verkauf der städtischen Anteile) wäre rechtlich möglich – doch der Ministerpräsident selbst („keine Tricks“) hat versprochen, dass das nicht kommt. Was also tun?

Alles deutet daraufhin, dass der Flughafen weitere Jahre auf Sicht fahren muss – ohne dritte Startbahn. Söder hat seine am Sonntag präsentierten, angeblich neuen Zahlen zur Wirtschaftskraft des Airports zwar eins zu eins einem Gutachten der bayerischen Wirtschafts-Vereinigung von 2015 entnommen. Aber er hat in einem Punkt recht: Der Flughafen steht ökonomisch betrachtet gut dar. Es gibt ein kräftiges Wachstum bei Passagieren, zum Teil durch Billigflieger hervorgerufen, sowie bei der Luftfracht. Nur die Zahl der Flugbewegungen liegt nach wie vor weit unter dem bisherigen Rekord von 2007. Bis dieser nicht wieder erreicht ist, erübrigen sich eigentlich alle Diskussionen.

Lesen Sie hier einen weiteren Kommentar von Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger Anzeigers.

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