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Der schneebedeckte Flughafen München: Der Airport klagt seit längerem über Engpässe in den Stoßzeiten – deshalb soll eine 3. Start- und Landebahn gebaut werden.

Scharfe Konfrontation in der Diskussion

3. Startbahn: CSU lehnt Massenpetition im Landtag ab

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München - Die Sensation blieb aus: Die CSU hat im Landtag am Dienstagabend die Massenpetition gegen die 3. Startbahn am Flughafen München abgelehnt. Sie wurde "per Erklärung der Staatsregierung für erledigt" erklärt. Das bedeutet: 82.000 Unterschriften wandern in die Ablage P – Papierkorb.

In der Diskussion im Landtag zeigte sich die erwartete scharfe Konfrontation. Die Kontrahenten diskutierten laut und lebhaft – tauschten aber doch nur die bekannten Argumente aus. Der Freisinger Grünen-Abgeordnete Christian Magerl, als erster am Rednerpult, erklärte gleich zu Beginn kurz und bündig: „Es besteht kein Bedarf für die 3. Start- und Landebahn.“ 2014 habe es genau 376.678 Flüge gegeben – statt der vorhergesagten 526.000. „So falsch war noch selten eine Prognose in Bayern.“ Eine Trendwende, sagte der Freisinger Abgeordnete Benno Zierer (Freie Wähler), sei nicht in Sicht. Die Kapazität des Flughafens mit zwei Bahnen sei „auch in den nächsten 20, 30 Jahren ausreichend.“

Der Münchner CSU-Abgeordnete Otmar Bernhard wollte solche Rechnungen nicht nachvollziehen. Die Passagierzahlen sei Jahr für Jahr ansteigend. Noch steige auch die Auslastung der Flugzeuge, weswegen die Zahl der Flüge sinke. „Aber diese Entwicklung ist endlich.“ Er habe Verständnis für den Protest vor Ort. „Aber wir haben für ganz Bayern zu entscheiden.“

Ähnlich warb Finanzminister Markus Söder (CSU) für die Startbahn. Der Flughafen sei „das Tor zur Welt für Bayern“ – ein Regionalflughafen sei nicht das, was Bayern brauche. Die CSU werde zunächst die Leipziger Gerichtsentscheidung abwarten, „dann werden wir uns zusammensetzen und überlegen, wie es weiter geht.“ Aber: „Natürlich habe ich Sympathie für eine 3. Startbahn.“

Ein Appell von SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen verhallte ungehört. Zum Ministerpräsidenten gewandt, appellierte sie an Seehofer: „Wie wär’s mit einem echten Drehhofer?“ Also einer Kehrtwende bei der Startbahn. Seehofer, der diese Verballhornung gar nicht gerne hört, winkte entnervt ab.

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