Dritter Nationalpark in Bayern

Favoriten stehen fest - BN fordert weitere Nationalparks 

Das bayerische Kabinett hat sich entschieden. Zwei Regionen kommen in die engere Wahl. Dem Bund Naturschutz ist das nicht genug.

München - Die Rhön und die Donau-Auen kommen in die engere Wahl für einen dritten Nationalpark in Bayern. Die beiden Regionen sollen in den kommenden Monaten weiter geprüft werden, die Rhön auch zusammen mit dem benachbarten Hessen. 

Das hat das bayerische Kabinett nach einjähriger Diskussion am Dienstag in München entschieden. Damit bestätigen sich vorherige Angaben aus CSU-Kreisen. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) kündigte nach der Sitzung einen noch intensiveren Dialog mit diesen beiden Regionen an. Der Spessart und der Frankenwald sind damit aus dem Rennen.

Bund Naturschutz will weitere Nationalparks in Bayern 

Der Bund Naturschutz (BN) will trotz der Entscheidung weiter für Steigerwald und Spessart kämpfen. Der Freistaat habe das Potenzial für mehr als nur drei Nationalparks, teilte der Verband am Dienstag mit. Der BN fordert daher weiterhin eine „faire Chance“ für Steigerwald und Spessart.

Der BN-Landesvorsitzende Hubert Weiger sagte: „Wir freuen uns, dass trotz massiver Proteste von örtlichen CSU-Landtagsabgeordneten, Holzindustrielobbyisten und dem Bayerischen Bauernverband zwei geeignete und ebenfalls vom BN vorgeschlagene Regionen in die Konzeptphase kommen.“ Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und das Kabinett hätten mit dem Ausschluss von Steigerwald und Spessart jedoch gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung und alle naturschutzfachlichen Argumente gehandelt, sagte Weiger.

dpa

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