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Ein Archivfoto aus dem März: Die Bärenmutter mit ihren Jungen.

Nationalpark

Tierdrama: Bären-Mama beißt ihr Junges tot

Grafenau - Auch der dritte der drei im Januar geborenen Bären im Nationalpark Bayerischer Wald ist tot. Seine eigene Mutter hatte es schlimm verletzt.

Der kleine Baby-Bär war so süß – und der Nationalpark Bayerischer Wald so stolz auf den pelzigen Nachwuchs. Und nun ist alles vorbei! Am Sonntag hat die Bärenmutter Luna ihr letztes Junges so schwer attackiert, dass es schließlich an seinen Verletzungen starb. Warum die Mama plötzlich auf ihren Nachwuchs losging, ist noch völlig unklar.

Das Tierdrama im Nationalpark bei Neuschönau – es wurde sogar versucht, per Notoperation dem Mini-Bär das Leben zu retten. Vergebens! Die Bisswunden am Hals waren so schwer, dass der kleine Petz eingeschläfert werden musste.

Was war passiert? „Das aggressive Verhalten der Mutter hat uns sehr überrascht“, kommentiert Dr. Dennis Müller, Tierarzt und Leiter des Tier-Freigeländes im Nationalpark Bayerischer Wald. „Trotz ihrer erneuten Paarungsbereitschaft und dem damit verbundenen Interesse an dem Bärenvater Benny hatte die Mutter das Jungtier immer noch ausreichend gesäugt. Ein solches Verhalten ist für Bären eigentlich nicht typisch. Wir bedauern den Verlust des letzten Jungbären außerordentlich“, so Müller.

Den bedauern auch tausende Tierfreunde, die die Bärenfamilie in dem riesigen Freigehege beobachten wollten. Luna hatte ja schon zuvor für Schlagzeilen gesorgt: Erst mal, als sie Drillinge in die Welt gesetzt hatte, dann als – wenig später – zwei der Jungen tot vor dem Höhleneingang gefunden wurden. Damals war unklar, wie der Nachwuchs zu Tode kam. Eine Infektion? Nun scheint manches darauf hinzudeuten, dass auch hier Luna das Leben der Kleinen beendete. Nun denkt der Nationalpark übrigens darüber nach, die nächste Schwangerschaft der Bärin mit Medikamenten zu unterbinden. Auch aus dem Grund, weil in Gefangenschaft geborene Bären schlecht zu vermitteln sind.

tz

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