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Die Plantage in der leerstehenden Fabrikhalle.

Drogen im Wert von 1,5 Millionen Euro gefunden

Würzburg - Jüngst in Gebäuden in der Region Würzburg gefundene Marihuana-Pflanzen haben einen Schwarzmarktwert von 1,5 Millionen Euro.

Das sei für die Rauschgiftszene ein schwerer Schlag, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt am Freitag in Würzburg. “Das war auf für die Kollegen ein Fall, der über das normale Maß hinausgeht.“

Am Dienstag hatte ein Sondereinsatzkommando der Polizei acht Gebäude in Unterfranken gestürmt, in drei davon waren riesige Drogenplantagen gefunden worden. “In Bayern wurde so eine Größenordnung noch nicht festgestellt“, erklärte Kriminaldirektor Matthias Weber.

Insgesamt waren zehn Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 29 und 47 Jahren festgenommen worden, darunter 11 Vietnamesen. Ein Mann ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die Polizei hatte vor dem Einsatz monatelang ermittelt. Der Verkauf der Drogen war nach Worten von Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager wahrscheinlich überregional geplant. Bei den Durchsuchungen war teils verkaufsfertig verpacktes Marihuana sichergestellt worden.

In Rottendorf bei Würzburg hatten die mutmaßlichen Drogenhändler in einer leerstehenden Fabrikhalle ihre Aufzuchtanlage eingerichtet. “In diesen Räumen waren wachstumsfördernde Lampen angebracht“, erklärte Kriminaldirektor Weber. Gut 280 Lampen mit einer Leistung von 600 Watt seien gezählt worden. “Es war mollig warm da drin, 38 Grad.“ Die Fenster seien zugeklebt gewesen.

Eine weitere Drogenplantage hatten die Ermittler in einem ehemaligen Firmengebäude in Würzburg und in einem Privathaus in Sommerhausen bei Würzburg gefunden. Seit wann die Tatverdächtigen aktiv waren, ist noch unklar. Vor einem Jahr hätten Nachbarn in Sommerhausen Auffälligkeiten bemerkt. Auslöser für die Ermittlungen der Kripo war schließlich ein Hinweis, dass ein Geschäftsmann aus Würzburg im Rauschgiftgeschäft mitmischt.

dpa

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