Staatsanwaltschaften berichten

Drogenkriminalität an der Grenze weiter ein Problem

Hof - Kaum wird ein Drogenlabor dicht gemacht, gibt es schon ein neues: Weiterhin ist die Bekämpfung grenzüberschreitender Drogenkriminalität schwierig.

Wie Vertreter von sieben Staatsanwaltschaften aus Bayern, Sachsen und Tschechien im Anschluss an ihre jährliche Arbeitstagung am Dienstag in Hof berichteten, betrage die Aufklärungsquote der gemeinsamen Ermittlungen zwar 100 Prozent. „Die Täter sind aber einfach schneller und sehr erfinderisch“, sagte Anna Maríková von der Staatsanwaltschaft Pilsen. Kaum werde ein Drogenlabor von der Polizei dicht gemacht, entstünden an anderer Stelle bereits wieder neue.

Zuletzt gelang tschechischen Ermittlern nahe Karlsbad ein großer Schlag gegen die Hersteller der Modedroge Crystal: Die Polizei stellte Ende April in einem Drogenlabor 13 Kilogramm pseudoephedrinhaltige Medikamente, 73 Kilogramm Jod und 128 Liter Salzsäure in Fässern sicher - daraus wird Crystal gemacht.

Sachsen und Tschechien wollen künftig verstärkt mit polnischen Behörden kooperieren. Denn die Grundstoffe für die Crystalproduktion stammten oft aus polnischen Apotheken, hieß es bei dem Treffen in Hof. Hergestellt werde die Droge dann in Tschechien und nach Deutschland verkauft.

dpa

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