Drogenlabor und 1,5 Kilo Amphetamin entdeckt

Gersthofen/München - Drogenfahnder haben in Gersthofen im Landkreis Augsburg ein Rauschgiftlabor entdeckt und am Ufer des Lechs ein Erddepot ausgehoben.

Sie stießen dort auf 1,5 Kilogramm Amphetamin, wie das Landeskriminalamt (LKA) in München am Freitag mitteilte. Gegen einen 26-jährigen Tatverdächtigen, der in seiner Wohnung in Gersthofen festgenommen wurde, hat der Ermittlungsrichter inzwischen Haftbefehl erlassen. Bei der Durchsuchung der Wohnung stießen die Beamten auf einen verdeckten Zugang zum Speicher, auf dem sie eine komplette Laborausrüstung, bestehend aus verschiedenen Glasbehältern und Chemikalien, entdeckten.

Bereits im Sommer war die Augsburger Polizei bei Ermittlungen auf ein mögliches Drogenlabor in Gersthofen aufmerksam geworden. In der Wohnung des 26-Jährigen stellten die Beamten seinerzeit einen Computer sicher. Bei dessen Auswertung konnte das LKA eigenen Angaben zufolge mehrere Code-Wörter entschlüsseln, die die Ermittler auf die Spur eines 24-jährigen Studenten brachten. In dessen Wohnung in Regensburg wurden eine Laborausrüstung, Chemikalien, 100 Gramm Amphetamin sowie eine handgefertigte Skizze mit dem Zugang zu einem versteckten Rauschgift-Erddepot am Lechufer in Augsburg gefunden.

Bei seiner Vernehmung gab der Student an, die komplette Laborausrüstung mitsamt den Chemikalien bereits Ende 2008 von dem 26-Jährigen aus Gersthofen erhalten zu haben. Dieser habe im elterlichen Anwesen bereits seit 2006 Amphetamin in größeren Mengen produziert und verkauft. Aus Angst vor einer möglichen Hausdurchsuchung habe er die Laboranlage an den Studenten weitergegeben.

dpa

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