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Hitzewelle in Bayern: August-Rekord könnte fallen - dann drohen Gewitter

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Von: Tanja Kipke

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Die nächste Hitzewelle ist in Bayern angekommen und hat es in sich. Der Deutsche Wetterdienst warnt, Abkühlung kommt wohl erst zum Wochenende.

Update vom 3. August, 9.50 Uhr: Der DWD warnt für den gesamten Freistaat am Mittwoch und Donnerstag vor Hitze. Die Temperaturen erreichen erneut hochsommerliche Werte, insbesondere in Städten (siehe Erstmeldung). Erst am Freitagnachmittag ist den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge eine Abkühlung in Aussicht. Der Donnerstag soll der heißeste Tag werden: 32 Grad selbst in den Alpentälern, an der unteren Donau werden 36 Grad erwartet, in Nordbayern sind es gar bis zu 38 Grad. „Punktuell sind am Untermain selbst 39 Grad nicht ausgeschlossen“, erläutert ein DWD-Experte.

Bayern ächzt unter tagelanger Hitze – Freitag kommt Abkühlung

Der Allzeit-Hitzerekord des Freistaats, den die Stadt Kitzingen am 5. Juli 2015 mit 40,3 Grad aufgestellt hat, wird aber wohl kaum geknackt. „Doch stellenweise könnten an einigen Stationen Rekordtemperaturen auf den August bezogen eintreten.“ So liege der bisherige Höchstwert im August für die Station im unterfränkischen Kahl am Main bei 39,3 Grad.

Am Freitag soll es dann zwar immer noch heißt werden, allerdings ist dann auch Abkühlung in Sicht. „Ab der zweiten Tageshälfte könnte es erste Schauer und Gewitter geben, die auch kräftiger sein können“, sagt der Meteorologe. „Samstag und Sonntag wird es dann überwiegend wechselhaft sein, auch mit weiteren Schauern und Gewittern.“ Die Hundstage seien aber noch nicht vorbei und könnten auch danach noch weitere heiße Tage bringen.

Erstmeldung 2. August: München – Die Hitze und die enorme Trockenheit in Bayern hält weiter an. Besonders Franken trifft die Dürre, erste Landkreise haben deshalb schon Regeln verhängt, wer wann wie viel gießen darf. Die Stadt Nürnberg bewässert ihre Bäume mit Schwimmbadwasser, um so Wasser zu sparen. Die nächste Hitzewelle trifft den Freistaat am Mittwoch und soll die ganze Woche anhalten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für zahlreiche Regionen sogar eine amtliche Warnung herausgegeben.

Hitzewelle trifft bayerische Städte: In diesen Regionen wird es besonders heiß

In ganz Unterfranken sowie in weiten Teilen Ober- und Mittelfrankens gilt die amtliche Warnung vor Hitze. Zwischen 11 und 19 Uhr werde eine „starke Wärmebelastung“ erwartet. In den Städten Nürnberg und Regensburg soll es besonders heißt werden, da „aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet“ mit enormer Hitze-Belastung zu rechnen ist. Im ganzen Freistaat sollen die Temperaturen am Mittwoch über die 30-Grad-Marke steigen.

Warnung vor Hitze: Der DWD erwartet vor allem für Franken am Mittwoch eine „starke Wärmebelastung“.
Warnung vor Hitze: Der DWD erwartet vor allem für Franken am Mittwoch eine „starke Wärmebelastung“. © Screenshot DWD

Am Donnerstag erreicht die Hitzewelle dann ihren Höhepunkt. Dann klettern die Temperaturen in Unterfranken wieder auf die 37 Grad hoch. Im Süden schwitzen die Münchner aber auch bei 33 bis 34 Grad. Erst der Freitag bringt in Bayern Abkühlung in Form von Unwettern und Gewittern, so die aktuelle Prognose.

Die Dürre in Bayern lässt den Wasserpegel der Flüsse sinken. Die Hitzewellen scheinen nicht nachzulassen.
Die Dürre in Bayern lässt den Wasserpegel der Flüsse (wie den der Donau) sinken. Die Hitzewellen scheinen nicht nachzulassen. © Armin Weigel/dpa

Wetter in Bayern: Experte schockiert - „So eine trockene Hitze kennt man eher aus der Sahara“

„Die diesjährige Dürre ist Ursache und Wirkung des heißen Sommerwetters zugleich“, heißt es in einer Mitteilung von WetterOnline. Die Trockenheit und extreme Hitze seien in diesem Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland einmalig. Auch bei der Luftfeuchtigkeit wurden Rekordwerte unter 15 Prozent gemessen. „Die Luft ist in diesem Sommer knochentrocken“, erklärt Meteorologe Björn Goldhausen. „So eine trockene Hitze kennt man eher aus der Sahara.“

Laut dem Meteorologen kann die Trockenheit sogar noch bis in den Herbst andauern. „Derzeit deutet nicht viel darauf hin, dass dieser Teufelskreis in der nächsten Zeit unterbrochen wird“, so Goldhausen. Im Laufe dieser Woche werden zwar gebietsweise kräftige Gewitter auftreten, die lösen das Problem der Dürre allerdings nicht.“ Mit einer Linderung der Dürre sei daher erst im frühen Herbst zu rechnen. (tkip)

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