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Noch einmal Hitze-Gipfel in Bayern: Termin für Abkühlung ist aber schon in Sicht

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Es ist der trockenste Sommer seit 1881. Doch endlich ist ein Ende in Sicht. Wann gibt es die ersehnte Abkühlung? Deutscher Wetterdienst mit Vorhersage.

Update vom 13. August, 22.01 Uhr: Vorerst bestimmt noch ein umfangreiches Hoch in Bayern das Wetter. Das Hochdruckgebiet verlagert sich mit seinem Schwerpunkt zunehmend nach Nordwestrussland, heißt es von Seiten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstagabend. Am Rand kommt jedoch feuchtere Luft vor allem in die östlichen Regionen. Am Montag soll der Vorhersage zufolge dann ein sich bei den Britischen Inseln entwickelndes Tief die Regie in Deutschland übernehmen.

Als Folge der Hitze und Trockenheit haben viele Gewässer in Bayern derzeit nur wenig Wasser. Angespannt ist die Lage auch in Nürnberg.

Kommt die Abkühlung? Deutscher Wetterdienst schließt Gewitter am Sonntagnachmittag nicht aus

Möglicherweise liegt die trockenste und sonnigste Phase des Sommers bereits hinter uns. Der Deutsche Wetterdienst schließt am Sonntag Gewitter nicht aus.
Möglicherweise liegt die trockenste und sonnigste Phase des Sommers bereits hinter uns. Der Deutsche Wetterdienst schließt am Sonntag Gewitter nicht aus. © IMAGO/B&S/Bernd März

Bald kommt womöglich die langersehnte Erfrischung: Bereits am Sonntagnachmittag und Abend sind im Umfeld der östlichen Mittelgebirge einzelne Gewitter möglich, so der DWD. Böen mit bis zu 60 Stundenkilometern und örtlich auch Starkregen mit Mengen von 15 Litern pro Quadratmeter sind nicht ausgeschlossen, ebenso kann es zu kleinem Hagel kommen.

Zwischen Rhön und Bayerischem Wald gibt es voraussichtlich bereits ab dem späteren Sonntagvormittag Quellwolken und einzelnen Schauer, auch kurze Gewitter sind möglich. Die Höchsttemperatur liegt am Sonntag zwischen 26 Grad im Bayerischen Wald und 33 Grad am Untermain.

In puncto Waldbrandgefahr gibt es trotz leicht fallender Temperaturen noch keine Entwarnung. Vor allem an und nördlich der Donau ist die Waldbrandgefahr hoch, in Franken sogar auf der höchsten Stufe 5 und damit sehr hoch, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt.

Trockenste und sonnigste Phase des Sommers 2022 womöglich zu Ende

Update vom 12. August, 6.49 Uhr: Endlich! „Die trockenste und sonnigste Phase des Sommer 2022 scheint nun ihr Ende zu finden“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met. Bereits im Tagesverlauf baut sich von der Neiße bis zu den Alpen zunehmende Bewölkung auf. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Vor allem im Bayerischen Wald und in den Ostalpen kann es zu vereinzelten Schauern und Gewittern kommen. Die Temperaturen liegen um 25 Grad. „Schwacher bis mäßiger, im süddeutschen Bergland auch frischer Wind aus Ost bis Nordost“, könnte den Bayern laut DWD etwas Abkühlung bringen.

Hoffnungen auf flächendeckenden Dauerregen in Nürnberg wurden in den neuesten Prognosen allerdings zerschlagen.

Temperatursturz in Bayern: Erholung für die Natur?

Wetterexperte Dominik Jung setzt seine Hoffnungen aber vor allem in die kommenden Tage: „Morgen gibt es Wolken und erste Regentropfen im Osten Deutschlands, ab Montag dann auch im Westen und den anderen Landesteilen.“ Doch bevor die Erholung kommt, bleibt es vorerst warm. Am Freitag bleiben die Temperaturen in Bayern hoch auf 24 bis 28 Grad. Auch der Samstag bleibt in Bayern heiß bei 28 bis 33 Grad. Die Temperaturen bleiben bis Mittwoch hoch - und gipfeln in der Wochenmitte in 34 Grad. Doch dann gibt es Erholung in Bayern.

Denn: „Nach Wochenmitte deutet sich ein Temperatursturz an, teilweise auf Werte um oder unter 20 Grad, zumindest in einigen Regionen. Dazu kann es immer wieder Regen geben.“ Und auch Bayern könnte davon etwas abbekommen. Nach einzelnen Schauern im Nordosten des Freistaats kommt es dann am Donnerstag auch im Rest des Landes zu Regen. Sogar mit 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter ist am Alpenrand zu rechnen. „Die Regensignale, sie nehmen nach und nach zu“, sagt Jung. Auch wenn der nötige flächendeckende Regen vorerst weiter ausbleibt. Dieser wäre allerdings dringend nötig – in Nürnberg werden die Bäume nun mit dem Wasser aus Hallenbädern gegossen.

Bayern-Wetter: Grusel-Rekord im Anmarsch - Wetterkarten für Bayern weiter dramatisch

Erstmeldung vom 11. August 2022: München – „Das Hoch Oscar ist mittlerweile omnipräsent“, erklärt Dominik Jung im neuesten Wetter-Video von wetternet auf YouTube. Und zeigt auf eine Karte Europas, die in gewohnt flächendeckend roter Farbe daherkommt. Dabei wird auch deutlich: Das Wetter in Bayern bleibt heiß und trocken. Von Regen, den sich die Natur sehnlichst wünscht, kaum eine Spur.

Wetter in Bayern: Trockenheit in Bayern – wie seit 140 Jahren nicht mehr

Der Sommer 2022 ist aktuell der trockenste seit dem Jahr 1881, seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Laut wetter.net gab es deutschlandweit bisher rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter – normal sind aber eher 250 Liter Regen. Ein deutliches Defizit, das sich auch in Bayern bemerkbar macht. Flüsse führen deutlich weniger Wasser, der Deutsche Wetterdienst (DWD) stuft die Waldbrandgefahr konstant auf der höchsten, der fünften, Stufe ein. Nicht ohne Grund, kommen doch fast täglich Meldungen über brennende Felder, Wälder oder gar Gebäude.

Es sind die historischen Vergleiche, die helfen, das aktuelle Wetter in Nürnberg und Bayern einzuordnen. So wird der Sommer 2022 wetter.net zufolge zwar nicht mehr der heißeste Sommer seit 1881 – hier werde er eher „auf Platz 3 oder Platz 4“ liegen. Anders verhält es sich beim Regen: Dessen Soll wurde bisher erst zu neun Prozent erfüllt. Wird es also nicht ein extrem regenreicher Restsommer, purzeln die Rekorde. Wie lauten hier also die Prognosen?

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Wetter-Aussichten für Bayern: Über Mariä Himmelfahrt keine Erlösung in Sicht

Die Wetter-Vorhersage für Bayern ist aus zwei Gesichtspunkten zu betrachten. Einmal die Temperatur-Prognose, bei der sich die Meteorologen rund um Dominik Jung von wetter.net recht sicher sind. Bis Mitte der kommenden Woche, 17. August, pendelt sich das Wetter jeweils bei rund 30 Grad und mehr ein. Vor allem für Südbayern samt Feiertag am Montag, 15. August, sonnige Aussichten am verlängerten Wochenende.

Doch der Regen fehlt, und hier sind sich die Experten auch unsicher. Niederschlag sei nun mal am schwersten vorherzusagen, erklärt Jung, einer der „am schwersten zu berechneten Parameter“. Regional sprunghaft und unterschiedlich. Vom Westen her werden zwar vereinzelt Gewitter mit „recht flächendeckendem“ Niederschlag erwartet, doch die prognosen seien mit Vorsicht zu genießen, schreibt Meteorologe Jung in der wetter.net-Pressemitteilung. (fhz)

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