Wärmster März seit 1881

DWD: Frühjahr in Bayern ungewöhnlich warm

Das Frühjahr war in Bayern laut dem Deutschen Wetterdienst viel wärmer als üblich. Aber im Freistaat gab es auch den meisten Niederschlag.

München/Offenbach – Das Frühjahr war in Bayern heuer viel wärmer als üblich. Die Mitteltemperatur des meteorologischen Frühlings habe mit 9,2 Grad Celsius um zwei Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode (1961 bis 1990) gelegen, teilte der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mit. Die Sonne schien gut 540 Stunden - 74 Stunden mehr als der Vergleichswert der Referenzperiode. Trotzdem war der Freistaat mit etwa 210 Litern pro Quadratmeter das niederschlagsreichste Bundesland (Vergleichswert: 223 Liter/Quadratmeter).

Die Meteorologen verzeichneten zudem einige besondere Wetterereignisse wie etwa den Tornado am 9. März in Kürnach bei Würzburg. Er hatte sich aus einer kräftigen Gewitterzelle entwickelt und verursachte Schäden an mehr als 50 Häusern. Oberstdorf meldete zudem am 19. April stattliche 32 Zentimeter Schnee und einen Tag später eine Tiefsttemperatur von minus 10,1 Grad - die bundesweit tiefste Temperatur des gesamten Frühlings.

Auch in ganz Deutschland war der Frühling zu warm. Während die Niederschlagsmenge deutlich unter dem Mittel blieb, lag die Sonnenscheindauer geringfügig über dem Soll. Es war der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881. Die Pflanzen entwickelten schon sehr früh ihre Blüten und litten somit umso stärker unter der Mitte April folgenden Kälte. Der Mai brachte dann eine kurze Hitzewelle mit Tageshöchstwerten von fast 35 Grad.

dpa

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