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Die Bevölkerung in Oberbayern soll um beachtliche sieben Prozent zunehmen. Alleine München soll um 7,7 Prozent auf 1,4 Millionen Einwohner anwachsen (derzeit 1,3 Millionen).

Bevölkerungsprognose

Dynamik nach oben und unten

München – Die Bevölkerungs-Entwicklung in Bayern gerät immer mehr in Schieflage: Die Region rund um München bis nach Niederbayern hinein saugt Einwohner auf wie ein Schwamm, im Norden dagegen drohen dramatische Verluste.

Wie weit die Schere allein in den vergangenen vier, fünf Jahren auseinandergegangen ist, verdeutlicht ein Vergleich mit der Prognose des Landesamts für Statistik zur Bevölkerungsentwicklung 2003 bis 2023. Damals gingen die Experten beispielsweise davon aus, dass der Landkreis Wunsiedel in Oberfranken in diesen 20 Jahren nur zwei Prozent seiner Einwohner verlieren würde. Heute gehen sie davon aus, dasss der Verlust 15,3 Prozent betragen wird, falls sich die Rahmenbedingungen nicht ändern. Zwar betonen die Experten, dass die Bevölkerungsmodelle sich von Jahr zu Jahr verbessert haben und detaillierter wurden, zum Beispiel bei der exakteren Berücksichtigung der Binnenwanderung. Dennoch ist die Entwicklung mehr als eindeutig: Rund um die oberbayerische Achse München-Ingolstadt gehen die Zahlen deutlich nach oben, in Nordbayern beschleunigt sich die Abwanderung.

Spitzenreiter in Oberbayern bei der Bevölkerungsentwicklung bis 2026 sind neben den Kreisen Erding (plus 12,8 Prozent) und Freising (11,7) erneut Landsberg (11,0) und der Kreis München, der dann mit 344 000 Einwohnern ein Drittel so groß wäre wie das gesamte Oberfranken. Doch es gibt auch Regionen wie Garmisch-Partenkirchen, Altötting und Traunstein, in denen die Bevölkerungszahl stagniert oder sogar sinkt. Bei anderen Landkreisen dagegen wie Mühldorf oder Neuburg-Schrobenhausen, die in den vergangenen Jahren ebenfalls Einwohner verloren haben, nehmen die Experten dennoch ein ordentliches Wachstum der Einwohner bis 2026 von 3,9 bzw. 4,5 Prozent an.

von Boris Forstner

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