1. Startseite
  2. Bayern

Edeka in Bayern wirft russische Produkte aus Sortiment: „Aktuell einfach nicht verantwortlich“

Erstellt:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Edeka-Logo
Weitere Edeka-Märkte sortieren russische Produkte aus. Grund ist der Ukraine-Krieg. © IMAGO / imagebroker

Immer mehr Unternehmen reagieren auf den Krieg in der Ukraine. Weitere bayerische Edeka-Märkte nehmen Produkte aus Russland aus dem Sortiment.

Bamberg - Der Ukraine-Konflikt hat sich durch den Einmarsch Russlands zu einem Krieg entwickelt. Der Westen hat zahlreiche Sanktionen beschlossen, auch Supermarktketten ziehen mittlerweile Konsequenzen. So verkauft der Edeka Massak in seinen Filialen keine russischen Waren mehr. Das Unternehmen aus dem oberfränkischen Bamberg will damit Solidarität mit der Ukraine zeigen.

Russland-Ukraine-Krieg: Nächster Edeka in Bayern schmeißt russische Produkte aus dem Sortiment

Kristina Massak kenne die Kritik an der Maßnahme, trotzdem steht sie hinter der Aktion, wie sie infranken.de erzählte. Die Supermarktkette Edeka habe mittlerweile alle ihre selbstständigen Kaufleute informiert, dass in Russland produzierte Waren erstmal nicht mehr nachbestellt werden. „Jeder Edekaner kann selbst entscheiden, ob er die Waren aus den Regalen nimmt. Aber die Solidarität ist sehr hoch“, sagte Massak dem Portal. „Diejenigen, die ich kenne, nehmen sie aktuell alle aus dem Sortiment.“ Betroffen sei natürlich auch russischer Wodka, der lange haltbar ist. In der Mülltonne lande dieser aber nicht, versicherte sie.

Wegen Ukraine-Krieg: Edeka in Bayern sortiert russische Produkte aus - und spendet die Lebensmittel

„Wir bei Massak spenden die betroffenen Lebensmittel. Einen Teil geben wir an die Tafel und ein Teil wird in die Ukraine gebracht“, erzählte sie . Man würde auch gerade einen Lkw organisieren, der dann dorthin fahre. Wann russische Waren wieder ins Sortiment kommen, ist nicht absehbar. „Das hängt von den Entwicklungen ab. Momentan wollen wir russische Produkte auf keinen Fall weiterführen“, stellte sie gegenüber infranken.de klar. „Die Edeka-Welt sagt auch, das ist aktuell einfach nicht verantwortlich und nicht im Sinne des solidarischen Gedankens.“

Zu den russischen Produkten gehörten bisher unter anderem Fladenbrotchips oder gezuckerte Kondensmilch. Bleiben die Regale nun leer? „Ukrainische und russische Spezialitäten sind sehr ähnlich. Sicher bekommt man Fladenbrotchips auch aus anderen osteuropäischen Ländern.“ Man wolle sich nun einen Überblick verschaffen, so Massak gegenüber dem Portal.

(Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.)

Aldi, Penny und Co.: Supermärkte verbannen diese russischen Produkte aus den Regalen

Dieser Artikel zeigt alle aktuellen Karten und Grafiken zum Ukraine-Krieg.

Ukraine-Konflikt: Edeka in Leinburg sorgt mit Aktion für Kritik

Dass so eine Aktion auch für reichlich Kritik sorgen kann, musste ein Edeka im mittelfränkischen Leinburg erst kürzlich erfahren. „Absolut lächerliche Aktion“ oder „richtige Bullshit Aktion“ kommentierten zahlreiche Nutzer unter dem entsprechenden Facebook-Post des Supermarktes. (kam)

Auch interessant

Kommentare