EHEC: Leichte Zunahme der Infizierten in Bayern

Erlangen - Die Ausbreitung von schweren EHEC-Erkrankungen scheint in Bayern vorerst gestoppt. Dagegen ist die Zahl der Fälle mit einem leichteren Krankheitsverlauf weiter gestiegen.

Zum Wochenbeginn lag die Zahl der Patienten mit dem sogenannten HU-Syndrom (hämolytisch-urämisches Syndrom) konstant bei 18. Hinzukämen zwei Verdachtsfälle, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen mit. Der Rückgang um einen HUS-Fall im Vergleich zum Wochenende habe allein statistische Gründe. Die Patienten würden seit Montag anhand des Patientenwohnorts und nicht mehr anhand des Krankenhaus-Standorts Bundesländern zugeordnet.

Dagegen ist die Zahl der EHEC-Erkrankungen mit einem leichteren Krankheitsverlauf in Bayern weiter gestiegen. Ihre Zahl lag am Montag bei 68. Bisher waren es 53. Im Freistaat gibt es nach Einschätzung der Landesbehörde anscheinend weiterhin keinen unmittelbaren Infektionsherd. “Alle 18 HUS-Fälle stehen im Zusammenhang mit dem Krankheitsausbrüchen in anderen Bundesländern, vor allem in Norddeutschland“, betonte eine Behördensprecherin.

Unterdessen hat die bayerische Staatsregierung ihr Untersuchungsprogramm für Gemüse auch auf rohe Sprossen ausgeweitet, die auch in Verdacht geraten waren, Infektionsherde für EHEC-Erkrankungen zu sein. Bisher seien aber noch keine EHEC-belastete Sprossen in bayerischen Supermärkten und Märkten entdeckt worden. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Landesamtes. Die bayerischen Gesundheitsbehörden stünden in diesem Punkt in engem Austausch mit den Behörden anderer Bundesländer und des Bundes, sagte die Sprecherin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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