Frau in Wanne ertränkt: Zehn Jahre Haft für Ehemann

Nürnberg - Er hat nach einem Streit über Gartenarbeit seine Frau in einer Badewanne kaltblütig ertränkt - wegen Totschlags muss ein 69 Jahre alter Ingenieur nun zehn Jahre hinter Gitter.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth verwies in seinem Urteil vom Montag auf ein Geständnis, das der Nürnberger kurz nach der Tat bei der Polizei und dem Vermittlungsrichter abgelegt hatte. Es gebe keinen Anlass, das Geständnis anzuzweifeln. Der Staatsanwalt hatte für den 69- Jährigen 13 Jahre Haft gefordert.

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Der Angeklagte brach bei der Urteilsverkündigung in Tränen aus. Er erklärte, er habe seine Frau gar nicht umbringen wollen. Sie hätten immer die Vorstellung gehabt, gemeinsam zu sterben. Sein Anwalt hatte unterdessen in seinem Plädoyer an der juristischen Verwertbarkeit des Geständnisses gezweifelt. Sein Mandant sei bei der Vernehmung völlig übermüdet gewesen; zudem habe ihm kein Anwalt zur Seite gestanden.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte sich das Paar, das 44 Jahre verheiratet war, im Oktober 2008 in seinem Schrebergarten gestritten. Dabei warf die 65 Jahre alte Ehefrau ihrem Gatten vor, zu wenig im Garten zu arbeiten. Die Auseinandersetzungen sollen den ganzen Tag gedauert haben.

dpa

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