Prozess bis 17. November

Ehefrau getötet und zersägt - Mann legt Geständnis ab

Augsburg - Ein 53-Jähriger hat vor dem Augsburger Landgericht zugegeben, seine schlafende Ehefrau getötet, die Leiche zersägt und in einem Lagerhaus deponiert zu haben.

Zu Beginn des Mordprozesses am Dienstag begründete der Angeklagte seine grausame Tat damit, dass er sich selbst das Leben habe nehmen wollen und seine 37 Jahre alte Partnerin dann wohl auch einen Suizid begangen hätte. Der Verteidiger führte aus, sein Mandant habe mit der Bluttat an der Ehefrau Druck für sich selbst aufbauen wollen, tatsächlich sein Leben zu beenden.

Der aus Friedberg bei Augsburg stammende Mann hatte die Leiche zerteilt, die Körperteile auf mehrere Plastikkisten verteilt und diese dann in einem eigens angemieteten Lager in Augsburg abgestellt. Anschließend flog der Mann Anfang Dezember 2015 zu einem langen Urlaub nach Thailand, wo er mehrere Frauen traf. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist diese Reise auch der Grund dafür, dass der Angeklagte seine Frau umgebracht hat. Er habe mit dem Geld seiner Frau den Urlaub finanzieren wollen, um neue sexuelle Kontakte zu knüpfen.

Auch das Opfer hatte der Mann einst in Südostasien kennengelernt. Die 37-Jährige stammte von den Philippinen und lebte seit zehn Jahren mit dem Angeklagten in Deutschland. Angehörige der Frau sind für den Prozess nach Augsburg gereist und nehmen an dem Verfahren als Nebenkläger teil.

Die Strafkammer hat für den Prozess bis 17. November insgesamt sechs Prozesstage eingeplant.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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