Geliebter ersticht Ehemann: Prozess beginnt 

Augsburg - Mit 27 Messerstichen hat ein 41-Jähriger seinen Nebenbuhler, den Mann seiner Geliebten, getötet. Am morgigen Donnerstag steht das Liebespärchen vor dem Landgericht Augsburg.

Wegen Mordes und Anstiftung zum Mord müssen sich von Donnerstag an ein 41 Jahre alter Mann und seine 32 Jahre alte Großcousine vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Türken vor, den Ehemann der 32-Jährigen vor einem Jahr in dessen Wohnung in Augsburg mit 27 Messerstichen getötet zu haben.

Die Geliebte soll ihn angestiftet, sich zur Tatzeit aber in der Türkei aufgehalten haben. Die beiden sollen eine Liebesbeziehung geführt und den Tod des Ehemannes als einzige Möglichkeit für eine gemeinsame Zukunft gesehen haben.

Der 34-jährige türkische Familienvater war im September 2009 tot in seiner Augsburger Wohnung gefunden worden. Arbeitskollegen hatten die Polizei alarmiert, nachdem der Mann zwei Tage nicht zur Arbeit gekommen war. Die Beamten brachen die Tür auf und fanden die Leiche des Mannes.

Mit internationalem Haftbefehl suchte die Polizei daraufhin nach dem mutmaßlichen Mörder. Fast zwei Monate nach der Tat wurde der 41-Jährige am Londoner Flughafen bei der Einreise aus Istanbul unter Mordverdacht festgenommen. Laut Anklageschrift war er am 8. September 2009 in die Wohnung des Opfers eingebrochen und hatte ihm dort aufgelauert.

Telefonisch soll ihm seine Geliebte erklärt haben, wo sich die Küchenmesser befanden. Als der 34-Jährige nach Hause kam, soll ihn der Beschuldigte hinterrücks angegriffen und niedergestochen haben. Das Landgericht hat für den Prozess acht Verhandlungstage angesetzt.

dpa

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